Tag 3

6:30 / 7:00 aufstehen, wie immer, denn länger schlafen ist nicht wenn man abends um Zehne die Schotten dicht macht. Erst mal gemütlich Kaffee und ein Marmeladenbrötchen um dann gestärkt abzubauen und zu packen. Unsere neue Ausrüstung ist echt klasse, in weniger als einer  Stunde ist alles schon wieder auf den Bikes verstaut und wir können los. Eben noch an die Rezeption, einen Smalltalk halten und verabschieden. Wir starten auf der Old Military Road to Lochmond, einen der vielen Seen in Schottland. Der Ausblick ist wunderschön. Unser Ziel ist Fort Williams über Glencoe. Natürlich nehmen wir  wieder die etwas kleineren Straßen die auf jeden Fall schöner zu fahren sind und auch landschaftlich viel mehr hergeben. In Tyndrum auf dem West Highland machen wir Pause und gönnen uns das erste Mal Fish and Chips, einmal die schottische und einmal die englische Variante, beide waren sehr lecker. So nun kann es losgehen, wir sind gestärkt für die Fahrt in die ‘richtigen’ Highlands (ist so mein Empfinden, das sieht wahrscheinlich jeder anders). Auf geht's oder auch nicht! Die Route, die wir nehmen wollen ist gesperrt! Also auf die Umleitungsstrecke und Gas. Wir biegen irgendwann rechts ab auf unsere erste Single Track Road, die ist total super zu fahren und landschaftlich echt ein Leckerchen, einfach nur genießen. Wir kommen am Ende auf die eigentlich gesperrte Straße und hoffen das es klappt, weil keine Baustelle oder ähnliches in Sicht ist. Wir fahren weiter und höher in die Highlands und dann kommt die Landschaft die ich erwarte. Die totale Weite und die Moorlandschaft, einfach fantastisch, allerdings ist es nun auch echt kalt geworden. Isa ist hin und weg. Weiter geht es, Glencoe, auch das Tal der Tränen genannt, ist in Sicht. Leider passiert das, was nicht hätte passieren sollen. Oben angekommen steht wieder die Polizei und sperrt die Straße. Wir bekommen die Info, das es noch einige Stunden dauern kann und wir besser die Umleitung über die 85 nehmen sollen. Während des Gesprächs machen wir dann auch Bekanntschaft mit gefühlten 3 Millionen Midges, Plagegeister die nett zubeißen. Glencoe ist leider erst einmal gestorben, weil da unten kein Campingplatz ist und der Sprit langsam zur Neige geht. Also erst mal zurück nach Tyndrum, tanken und etwas einkaufen. Natürlich auch ein Kampfmittel gegen die Midges, auf dem Weg nach unten hat es mich schon überall im Gesicht gejuckt. Mir war allerdings nicht klar, ob ich mir das einbilde oder ob die Viecher wirklich gebissen haben. Weiter geht es auf die 85, von der wir einen Teil ja heute schon einmal gefahren sind. Da es schon halb sieben ist sehen wir zu, das wir ein Nachtlager finden. Das tut sich in Benderloch auf. Dort finden wir ein Plätzchen auf einer Weide mit sehr nettem Empfang. Baut euer Zelt auf kostet 7 Pfund Toiletten und Waschräume findet ihr gegenüber. Das Ding nennt sich Seaview Caravan and Camping Park. Nach dem Aufbau war nun erst mal entspannen angesagt, ein bisschen Tagebuch schreiben und ab ins Bett. Unser Tagespensum belief sich auf 290 km.

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