Montag, 24.08.2015 bis Mittwoch 09.09.2015

Was soll ich hier viel schreiben, wir haben unsere Zeit in Asprovalta sehr genossen. Einmal alle Taschen geleert, den Inhalt gesäubert, Klamotten komplett gewaschen und viel gefaulenzt. Zwischendurch die Familie in Drama besucht und uns um unsere zwei Ziehhunde gekümmert. Lambo und Hilde haben uns gut betütert und wir haben es genossen. Nach zweieinhalb Wochen ist genug mit faul sein und wir machen uns morgen wieder los.


Donnerstag, 10.09.2015

Heute starten wir Richtung Korinth, fahren natürlich nicht über die Autobahn sondern nehmen die Strecke durch die Berge. Nach einem guten Frühstück bei unseren Zweit-Eltern fällt der Abschied echt schwer! Unser Hundemädchen glänzt heute durch Abwesenheit aber der "Dicke" ist da. Schließlich gibt es morgens immer Futter. Allerdings kommt er nicht so gut mit dem Geräusch der Motorräder klar und Lambo schibbelt ihn vorsichtshalber vor's Tor. Auch ihn werden wir vermissen! Die Temperaturen haben sich runter gekühlt, da es die letzten Nächte immer geregnet hat, somit starten wir mit angenehmen 21°. Wir starten durch und nehmen die Landstraße Richtung "Katharini" und "Larissa". Dort geht es in die Berge, Ziel offen.  Die Strecke ist echt super. Man muss es nur ruhig angehen lassen, da viel Geröll auf den Straßen liegt oder ein Stück der Straße manchmal weg gebrochen ist. Die Fahrerei macht soviel Spaß, das uns die Zeit davon rennt. Wir sind inzwischen schon nah beim "Plastiras-See" und müssen zusehen, daß wir eine Unterkunft finden, weil es langsam dunkel wird. Campingplätze gibt es hier leider nicht. Wir schauen kurz noch einmal in die Hotel-App und finden eins, was uns zusagt. Bis dorthin sind es noch ca. 20 km. Auch die schaffen wir noch, durchfahren noch ein oder zwei kleine Bergdörfer, die wunderschön sind und......finden das Hotel nicht!!! Mit dem Übersetzer fotografiere ich ein paar Hinweisschilder, in der Hoffnung, fündig zu werden. Hat geklappt, besagtes Hotel haben wir zwar nicht gefunden, da alles auf griechisch geschrieben ist aber dafür hat sich ein anderes aufgetan. Wurde auch Zeit, denn inzwischen ist es dunkel. Den Preis haben wir noch verhandelt bis es passte und dann waren wir gut unter gekommen. Noch ins Restaurant, eine Kleinigkeit essen und natürlich ein AKB trinken. Für heute war es das, nach immerhin 360 km. Für den ersten Tag nach Faulenzer-Zeit ne gute Hausnummer.


Freitag, 11.09.2015

Nach einer guten Nacht mit vorheriger Hornissenjagd im Zimmer werden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Der Stausee mitten in den Bergen ist gigantisch. Nach dem Frühstück starten wir wieder durch und bleiben heute noch einmal hier im Gebirge. Wir geniessen bei häufigen Pausen die schöne Aussicht und machen heute früher Schluss, damit wir nicht wieder im Dustern ein Hotel suchen müssen. Wir werden fündig im Apollon-Hotel in Thermo. Eine sehr schöne Anlage und obendrein ein sehr netter Chef. Auch er kommt uns wieder im Preis entgegen und alles ist tutti.


Samstag, 12.09.2015

Heute geht es nach "Korinth" bzw. "Agio Theodori", einen guten alten Freund besuchen. Eigentlich auch Familie. Wir haben noch einen kleinen Rest Bergstrecke und dann geht es weiter nach "Patras" an der Küste entlang bis nach Korinth. Dort fahren wir erst mal etwas wirr durch die Gegend, weil uns ein Unfall die geplante Route versaut hat aber Markus kann es richten. Wir überqueren den Kanal von Korinth, der echt sehenswert ist. Irgendwie waren wir aber so schnell drüber, daß wir den Einsatz verpasst haben. Egal, den schauen wir uns die Tage noch einmal an. Noch 13 km bis zum Ziel. Um halb vier sind wir da und treffen uns mit unserem Freund Georg. Ab zum Haus, raus aus den Klamotten und erst einmal erholen. Am Abend ist grillen angesagt und quatschen bis spät in die Nacht.


Sonntag, 13.09.2015

Heute ist nicht viel passiert. Wir sind faul und gehen nur runter ins Dorf und mal ans Meer. Da es schon 25 Jahre her ist, daß ich hier war, erkenne ich "Agio Theodori" kaum wieder. Der Spaziergang tat echt gut, auch wenn der Rückweg, bergauf, bei knapp 30° zugegebenermaßen ganz schön anstrengend war.


Montag, 14.09.2015

Für heute haben wir uns den Kanal von Korinth vorgenommen. Ich bin faul und setze mich bei Markus hinten drauf, da kann ich mal wieder ein bischen mehr in der Gegend rumschauen. Wir starten und shit....... der Reifendruck schlägt Alarm. Zur Tanke klappt es, die Luft wird gefüllt und zurück marsch, marsch. Erst mal schauen, was los ist. Der Übeltäter ist schnell gefunden, eine Schraube im Vorderreifen! Georg hat, Gott sei Dank, Spätdienst und fährt mit Markus zum Reifenhändler. Der macht kurzen Prozess, Schraube raus, Pinn rein, kleben und fertig ist. Nachdem ich vor zwei Jahren das gleiche Problem mit dem Hinterreifenn hatte, sind wir von der griechischen Wertarbeit überzeugt, oder?! Nein, hat geklappt, der Reifen hält noch ein paar Tausend! Unser Ausflug ist also doch noch akut. Wir fahren zum Kanal und schauen uns diesen einzigartigen Bau genauer an. Der Kanal trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peleponnes und verbindet den Sanorischen Golf mit dem Golf von Korinth. Somit wird den Schiffen ca. 400 km Umweg erspart. Der Kanal wurde von 1881 bis 1893 von ungarischen Ingenieuren erbaut. An beiden Enden sind Senkbrücken, die für die Durchfahrt der Schiffe auf 8 Meter abgesenkt werden. Dieses Schauspiel konnten wir uns heute ansehen. Im Anschluss geht es nach "Lutraki" bzw. durch die Stadt zum Leuchtturm und zum "Vouliagmeni Lake". Dort legen wir eine Pause ein und gönnen uns eine Kleinigkeit zu essen. Danach machen wir uns auf zum Haus und geniessen den restlichen Nachmittag und den Abend. Der Reifen hat übrigens keine faxen mehr gemacht.


Dienstag, 15.09.2015

Heute wollten wir eigentlich nach Athen, aber gestern abend haben wir doch zu lange mit unserem Freund Georg gesessen und sind viel zu spät aufgestanden. Also Zug verpasst! Um nicht den ganzen Tag am Haus rumzugammeln machen wir uns auf, um die Küste ein wenig zu erkunden. In "Kineta" finden wir einen sehr schönen Strand, an dem wir uns ein paar Sonneneinheiten gönnen zum entspannen. Anschließend gen Haus, einkaufen und mein Part.... essen bauen für unseren Freund, was ich natürlich sehr gerne mache. Abendessen um halb zwölf, einen Ouzo auf zwei zum absacken und schlafen gehen. Diesmal früher als gestern, denn morgen ist Athen angesagt und wieder Zug verpassen ist nicht drin!


Mitwoch, 16.09.2015

Pünktlich aufstehen hat geklappt! Kaffee, Frühstück und ab geht's! Aber wie soll es anders sein, wir unterschätzen die Entfernung zum Bahnhof und ein Grieche ruft schon:  Go, go, the train is coming!! Bei 28° im Laufschritt kommen wir naßgeschwitzt am Gleis an. Ich renne zum Zug, während Markus zum Schalter rennt um schnell noch ein Ticket zu lösen  mit der Antwort:Go, go, go! Völlig fertig steigen wir in den Zug und lösen dort unser Ticket, während ich mich total wegschwitze. Das hält auch noch ca. eine halbe Stunde an. Jetzt heißt es aufpassen, wo müssen wir umsteigen in die Metro. Aber, wider Erwarten alles total easy. Inzwischen wieder entspannt steigen wir in Athen aus und befinden uns direkt an der "Plaka", Athens Altstadtviertel unterhalb der "Akropolis". Wir gönnen uns erst einmal einen Frappé und wappnen uns für den Aufstieg. Irgendwie sind ja alle diese Sehenswürdigkeiten immer auf'm Berg. Nichts desto Trotz bewältigen wir den Aufstieg und erreichen das Areal der Akropolis. Natürlich wird Eintritt verlangt, die Getränke sind total überteuert aber bist du in der Nähe von Athen, nimmst du das mit. Ok, es ist inzwischen ca 14:00 Uhr und 34° aber es ist toll. Wir haben uns die Akropolis zwar irgendwie größer und gewaltiger vorgestellt, in Natura ist sie eher filigran, aber es ist trotzdem gewaltig. Trotz des großen Touriandrangs haben wir einige Fotos schießen können ohne unerwünschte Gäste. Völlig fertig gehen wir den Abstieg an und nehmen natürlich auch noch das Museum mit. Wenn denn! Super interessant! Aber nun ist die "Plaka" angesagt, wir haben Hunger! Nachdem wir ein wenig hin und her gelatscht sind und  überall natürlich den gleichen Nippes sehen, sichern wir uns eine Taverne in der dritten Reihe, vom Trubel weg und essen ganz gemütlich mit zivilen Preisen und Bierchen und sind gestärkt für die Rückreise nach Agio Theodoris. Die meistern wir nun mit links und kommen ziemlich kaputt aber mit vielen schönen Eindrücken zu Hause an. Noch einen Absacker und ab ins Bett.


Donnerstag, 17.09.2015

Gestern abend haben wir von unserem Freund mal wieder ein Häppchen hingeworfen bekommen. In der Nähe gibt es eine alte Burganlage, die zu besichtigen sich lohnt. Nach einer ruhigen Kafeerunde fahren wir nach Alt-Korinth um uns "den ältesten Puff Griechenlands" ,wie man hier sagt, anzuschauen. Die Fahrt ist wieder wunderschön und geht in die Berge. Natürlich kommen wir mal wieder in der Mittagshitze dort an aber das ist bei uns ja völlig normal. Mit einer großen Flasche Wasser bewaffnet wagen wir den Aufstieg zu "Athenas Palast"! Der hat es echt schon in sich und wir müssen drei Tore passieren, bevor wir überhaupt im Areal angekommen sind. Nach dem dritten Tor kam das:" Wow, das ist ja riesig"!! Mich packte die Neugier und ich übernahm die Führung. Wir kraxelten in alle möglichen Ecken und Markus folgte gehorsam. An einer Außenmauer hatte er die Hoffnung, daß es nicht weiter geht und ließ mich mal erst machen. Pech gehabt, Isa hat natürlich einen Weg gefunden und der arme Schatz durfte hinterher. Es war schon sehr interessant dort oben und wir haben auch eine kleine Kapelle gefunden, in der wir wieder Kerzen für unsere Lieben anzünden konnten. An besonderen Orten gehört das zu unserem Pflichtprogramm und wir finden immer wieder solche besonderen Kapellen, Kirchen oder Klöster. Bis ganz nach oben klettern zum eigentlichen Palast haben wir uns allerdings erspart, da hätten wir wohl dort übernachten müssen. Die Pulle Wasser war leer, also ab dafür und Richtung Meer um eine Runde zu schwimmen. Das haben wir wieder genossen und sind zufrieden mit unserem Tagespensum gen Heimat. Auf dem Weg schnell einkaufen und gleich was typisch deutsches für Georg kochen. Da ich mich schon lange nicht mehr selbst verstümmelt habe, war wohl genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. In meinem Kochwahn habe ich mir mal schnell die Hand verbrannt und das tat scheiß weh. Eis drauf, später Aloe drauf und hoffen, daß es nicht so schlimm wird. Den Rest von innen mit Ouzo behandelt und friedlich und echt luxeriös, weil Klimaanlage, schlafen gehen.


Freitag, 18.09.2015

Heute haben wir uns das Theater von Epidaurus vorgenommen, weil das ebenfalls ein guter Tagesausflug ist. Die Strecke geht wieder nur über Landstraße und ich geniesse das Beifahrerdasein, so kann ich noch fotografieren während wir unterwegs sind. Am Theater angekommen warten wir erst einmal den ein oder anderen Touribus ab, bevor wir starten. Einem griechischen Mythos zufolge soll hier der Heilgott Asklepios geboren worden sein.Das imposanteste und auch heute noch auffälligste Bauwerk von Epidauros ist zweifellos das große, in einen Hang gebaute Theater mit grandiosem Blick auf die Berglandschaft der Argolis. Das Theater verfügt über eine exzellente Akustik, sodass man auch von den obersten Reihen jedes Wort verstehen kann. Ein beliebter „Akkustik-Test“ im Theater von Epidauros ist das Fallenlassen einer Münze auf die Steinplatte im Zentrum des Bühnenrings, das auch vom obersten Rang problemlos gehört werden kann. Wir haben es nicht ausprobiert, weil ein Gast ein Stänchen gesungen hat und von der Akkustik überzeugte. Echt gigantisch. Nun sind wir erst einmal satt von Archäologie und fahren gen Strand um uns einen leckeren Frappé zu gönnen. Anschließend nach Hause, weil wir heute noch mit Georg ins Städtchen wollen um für's Erste Abschied zu feiern. Das geht am besten mit Pizza und Bier. Morgen geht es ans packen und dann nach Kreta unsicher machen.


Samstag, 19.09.2015

Der wichtigste Termin heute heißt skypen mit unserem kleinen, geliebten Krümel Großneffen. Der Kleine wird heute schon zwei Jahre alt und wenn wir schon nicht zu Hause sind, dann müssen wir zumindest skypen. Erst mal Kaffee, säubern und packen, Mittagsschlaf abwarten und ab an den PC. Das ist so herrlich, zu shen, wie der kleine Mann drauf ist. Da bekomme ich immer Heimweh. Irgendwann werden wir natürlich wieder uninterssant, weil ja viel zu viel los ist und beenden das Gespräch. Gegen 16:30 Uhr verabschieden wir uns von Georg für die nächsten zwei bis drei Wochen und machen uns auf nach Piräus um die Fähre um 21:00 Uhr nach Heraklion zu nehmen. Einchecken ist total easy, weil wenig los. Wir machen es uns erst einmal auf Deck gemütlich und schauen später nach einem Pennplatz. Den finden wir auch, wenig Wind, angenehme Temperaturen aber gescheites schlafen...? vergiß es! Alles in allem gelingt uns ne gute Stunde schlafen und das war's. Bischen Schwund ist ja immer und wir tragen es mit Fassung.


Sonntag, 20.09.2015

Die Fähre legt um 7:30 an und wir starten relativ müde Richtung Matalla. Unterwegs gibt es erst einmal einen Frappé und Sandwich zu zivilen Preisen. In Matalla angekommen, sind wir erst einmal etwas entgeistert, weil es so voll ist und der Campingplatz auch nicht nach unserem Geschmack ist. Also erst mal eine Zigarettenpause und Krisensitzung. Wohin ist die Frage. Wir fahren nach Agia Galini und haben dort Glück mit dem Platz. Es gibt einen kleinen Supermarkt, eine Taverne und einen Pool und zum Meer ist es auch nicht weit. Einchecken, raus aus den Klamotten und aufbauen. Und.......jetzt ein AKB, herrlich!! Ich bin fix und fertig und versuche ein Mittagsschläfchen zu halten, während sich andere Gäste zu Markus gesellen. Auch ein Motorradfahrer-Paar aus Karlsruhe. Aus schlafen wurde dösen, aber egal. Nach einer Stunde krabbel ich wieder aus dem Zelt und wir unterhalten uns noch sehr nett. Allerdings müssen wir abklemmen, weil wir noch mit "Eleni", ebenfalls Verwandtschaft verabredet sind und dazu müssen wir in ein kleines Dorf Namens "Pompia". Wie sind für 18:00 Uhr verabredet und wissen jetzt schon, daß die Heimfahrt im Dunkeln zu bewältigen ist. Herzlichen Glückwunsch, hier in der Nacht fahren wird kein Spaziergang! Betrunkene Fahrer, Fahrer ohne Licht, schlecht bis beschissene Straßen usw.. Wir treffen uns pünktlich mit Eleni und folgen ihr nach Hause, das ist schon ein ziemlicher Akt, weil das Haus eine extrem steile Zufahrt hat. Wir haben einen sehr schönen abend mit Eleni, lernen ihren Mann erst später  kennen, weil er den ganzen Tag im Wahllokal saß. Dieses Jahr in Griechenland die Vierten! Um halbzehn machen wir uns auf den Heimweg und holla die Waldfee, war das eine Aktion! Vielen Dank, mein lieber Schatz, daß du uns heile zum Campingplatz gebracht hast. Ich glaube, das war das erste und letzte Mal, daß wir im Süden in der Dunkelheit irgendwohin fahren. Unser Motto: IM DUNKELN NIRGENDWOHIN!! Völlig geschafft sacken wir auf unsere Matratzen und schlafen den Schlaf der Gerechten.


Montag, 21.09.2015

Es war eine sehr lange Nacht, denn wir kämpfen uns erst um zehn aus dem Zelt. Eigentlich wollten wir heute nach Kali-Limenes fahren, um dort in Eleni's und Dimitris Spiti zu ziehen aber das ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Um elf ging es los mit Regen und hielt sich den ganzen lieben langen Tag dran. Wir hatten noch Zeit, alles soweit Wetterfest zu machen und dann war es das. Glücklich über die Taverne am Platz sind wir umgezogen und haben mit den Karlsruhern Gabi und Manfred sowie einem anderen netten Paar, Nicole und Uwe, einen feuchtfröhlichen nachmittag und abend verbracht. Wir hatten sehr viel Spaß und sehr viel "Alehol"!


Dienstag, 22.09.2012

Heute morgen regnet es leider immer noch, soll aber gegen Mittag besser werden. Also lassen wir es ruhig angehen und warten ab, was passiert. Es klart tatsächlich auf und wir beschließen, abzubauen. Um 14:00 haben wir es dann geschafft und starten bei strahlendem Sonnenschein in unser angepeiltes Dörfchen. Die Fahrt geht in die Berge und ist teilweise eine echte Herausforderung, da durch den starken Regen jede Menge Geröll und Matsch auf die Straßen gerutscht ist. Aber was habe ich inzwischen gelernt? Immer ruhig bleiben, es langsam angehen lassen und dann klappt das auch! In Kali Limenes angekommen mussten wir feststellen, das der ganze Modder ins Dorf geflossen ist, sah nicht ganz so dolle aus. Und,  wir mussten natürlich auch erst einmal das passende Haus zu unserem Schlüssel suchen. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir es dann gefunden. Erst mal schnell einrichten und dann ab in die Taverne gegenüber zum Abendessen. Es war ein sehr schöner, fast familiärer abend, da es in Kali Limenes keine Touristen gibt und wir somit nur mit den Einheimischen zusammen saßen.


Mittwoch, 23.09.2015

Eigentlich wollten wir vom Spiti aus Tagestouren machen, durch die Nachwehen des schlechten Wetters ist mir aber die An- und Abfahrt bis hier hin zu anstrengend und umständlich. Also packen wir wieder ein und nehemen eine schöne Strecke durch die Berge zu einem anderen Standort. Die Fahrt ist echt schön, wir streifen viele kleine Bergdörfer und die Straßen sind auch wieder besser. Am Nachmittag landen wir auf einem Campingplatz in Koutsounari. Als wir um die Ecke kommen sehen wir ein Motorrad und siehe da.......Gabi und Manfred haben vor einer Stunde auch hier eingecheckt. Der übliche Hausbau, dann zusammen in die Taverne gegenüber und gemütliches Ausklingen.


Donnerstag, 24.09.2015

Heute bleiben wir noch am Ort und starten zu einem Tagesausflug die Ostküste erkunden. Für Motorradfahrer immer wichtig, schöne und viele Kurven. Die sollten wir auch bekommen. Es war alles dabei, die Berge rauf und runter, langezogene Kurven, Spitzkehren und eine perfekte Straße! Wir sind rauf bis Itanos, dort gab es wieder kaputte Steine zu sehen aber davon haben wir im Moment genug. Wir sind weiter, weil wir im obersten Zipfel gerne in der Kiramadi Bay eine Badepause eingelgt hätten. Leider ist das Sperrgebiet vom Militär. Na gut, dann eben nicht baden. Gegen Nachmittag trudeln wir mit unserem Einkauf wieder auf dem Platz ein und genießen am Pool erst einmal noch ein Stündchen Abendsonne. Anschließend ein leckeres Stück Fleisch in die Pfanne, Bauernsalat dazu und fertig. Bei einem Weinchen quatschen wir noch mit unseren Nachbarn, füttern Killerkatzen mit Resten und gehen pennen.


Freitag, 25.09.2015

Heute starten wir von Koutsounari zum Campingplatz in Sisi bei Malia. Natürlich wieder möglichst keine Hauptstraßen, sondern die Nebenstraßen durch die Berge. Eine schöne ca. 120 km lange Tour, die landschaftlich zu genießen war. Nach etwa 3 Stunden waren wir allerdings schon da. Ein sehr schöner Campingplatz mit Pool und direkt dahinter eine kleine Steilküste zum Meer. An der Poolbar haben wir uns erst mal ein AKB genehmigt und dann.......na klar, Haus bauen. Anschließend mal wieder ein Fußmarsch um das Abendessen zu jagen. Der Abend endet gemütlich mit Meeresrauschen in den Ohren, was auch zu gutem Schlaf beigetragen hat.


Samstag, 26.09.2015

Gut ausgeschlafen falle ich heute zu unserem Erstaunen um sieben Uhr aus der Matratze. Da wir ein optimales Plätzchen für unser Zelt haben, sind angenehme Temperaturen angesagt. Ich versuche es direkt einmal mit einer Dusche, ist nach hinten losgegangen. Da ich eine Warmduscherin bin, kann ich morgens mit kaltem Wasser mal so gar nix anfangen. Aber wer A sagt, der zieht dann auch B durch. Anschließend übernehme ich Markus Part und mache heute mal den Kaffee. Voller Tatandrang, mit dem mein Schatz so gar nicht klar kommt, bin ich recht zügig in meinen Klamotten um zu starten. Wir um/ durchfahren heute das Lasithi-Plateau. Wunderschöne Strecke aber total überlaufen von Touris mit Bussen, Quads, Rollern und Leihwagen. Ergo....total nervig! Die fahren wie die Idioten und einen von denen hätten wir am liebsten aus seiner Karte gezogen um ihm einen Klatsch zu hauen. Der Vollpfosten dreht mitten in einer Kurve und das im Zeitlupentempo und dann besitzt der auch noch die Frechheit nach Markus Hupaktion zurück zu hupen. Ich war sprachlos und hab ihm nur den Scheibenwischer gezeigt, verdient hätte er was anderes. Den Rest der Strecke bekamen wir recht entspannt über die Bühne, haben in Neapoli noch einen Frappé getrunken und ein bischen Leute beobachtet, was immensen Spaß macht. um drei waren wir wieder am Platz und gönnten uns ein kleines Sonnenbad am Pool. Nun versuche ich noch einmal die Dusche und dann ist für heute Feierabend.


Sonntag, 27.09.2015

Nach einem ausgiebigen Kaffee vorne am Pool mit Blick auf's Meer geht es heute mittag weiter nach "Matala". Dort treffen wir unsere Island-Bekanntschaft Norbert mit seiner Lady Marina. Die knapp 100 km reißen wir mit links ab und sind um 15:30 Uhr am Ort. Wir finden im gleichen Hotel für zwei Nächte mit Preisverhandlung ein Zimmer und richten uns schnell ein. Ein Bierchen am Pool und ab unter die Dusche. Wir verabreden uns für 18:00 Uhr in einer Taverne am Strand. Da wir etwas früh dran sind, vertreiben wir uns die Zeit des Wartens mit einem Weinchen und lauschen den "Akrobaten", eine Zwei-Mann-Band, die richtig gut ist. Leicht verspätet truden Norbert und Marina ein und was passiert.......während Norbert uns noch sucht, findet seine Frau uns sofort, obwohl sie uns bisher nur von Fotos kennt. Die Freude ist groß!!! Wir genehmigen uns erst einmal einen während noch ein paar andere Bekannte einlaufen und es entwickelt sich eine größere, sehr nette Runde. Später am Abend wechseln wir das Lokal, um noch zu Abend zu essen. Unser Grüppchen besteht aus Norbert, Marina, Horst (der mit Norbert die Achilles-Runde Motorrad gebucht hat), Markus und mir. Alles in Allem ein sehr cooler und gelungener Abend!


Montag, 28.09.2015

Heute wollen wir es uns mal wieder gut gehen lassen. Norbert startet mit seiner Offroad-Tour und Marina, Markus und ich erobern Matala. Wir starten mit Frapé am Ortseingang und raffen uns nach einem gefühlten halben Tag, um ein bischen durch's Städtchen zu wandern. Diese ehemalige Hippie-Stadt aus den 60igern hat trotz des starken Tourismus immer noch einen gewissen Flair beibehalten. In den 60iger Jahren gab es hier keine Hotels, Pensionen oder Souvenir-Shops und als das geändert wurde, waren auch die Hippies nach und nach weg. Nichts desto Trotz kann man die Zeit hier immer noch genießen, nach dem Matala-Motto: "Today is live, tomorrow never comes! Wir schlendern ein wenig durch die kleinen Gassen und wandern durch sämtliche Tavernen, um an eine kleine Felsenküste zu kommen. Das ist hier total witzig, weil man tatsaächlich durch sämtliche Tavernen läuft, um an sein Ziel zu kommen. Wir haben, glaube ich, ziemlich jede Gasse hier genommen und nun ist mal wieder Zeit für eine Pause. Mit Marina macht es echt viel Spaß und es kommt mir vor, als würden wir uns schon ewig kennen. Da es schon nach zwölf ist, gönnen wir uns ein Bierchen und nehmen anschließend die Höhlen in Angriff. Ist schon erstaunlich, wie man in solchen Höhlen leben bzw. schlafen konnte. Früher wurden die Höhlen Matala's schon von den Römern genutzt, anschließend von den Hippies und nun sind sie eingezäunt und nur gegen Gebühr zu besichtigen. Nach der Besichtigung ist wieder mal Pause angesagt, weil, ist ganz schön anstrengend. Wir treffen uns wieder im "Dolphins", wo auch die "Akrobaten" spielen und geniessen deren Musik. Die Jungs trudeln nun auch von ihrer Tour ein und für den späteren Abend ist Essen in einer Taverne in "Sivas" angesagt. Die Gruppe wird 16 Mann stark und ist genial. Wie im Süden üblich, kommen die Teller mit Speisen auf den Tisch und jeder bedient sich. Der Abend war total geil und ich habe in 2 Stunden ca. 180 Mal Yamas gehört, das war drei Mal so viel, wie in den letzten drei Wochen. Ich sag euch, das kann echt in Streß ausarten. Es hieß hinterher nur noch: Yamas Wein, Yamas Raki usw! Ein echt genialer Tag, der verleitete, die akut chillige Lebensart anzunehmen! Eigentlich wollten wir noch ins "Akuna Matata" aber da es schon recht spät war, sind wir doch lieber ins Hotel, da morgen mal wieder ein Abschied ansteht.


Dienstag, 29.09.2015

Wir genehmigen uns ein gmütliches Frühstück mit Norbert, Marina, Horst und Lennard (auch ein Teil der Offroad-Gruppe) und dann steht packen und verabschieden an. Wir fahren heute nach "Plakia" und nehmen natürlich wieder die Bergstraßen. Wunderschöne, kleine Sträßchen durch Bergdörfer. Die Natur auf Kreta ist echt klasse, allerdings müssen wir zugeben, daß die Wow-Effekte nicht mehr kommen. Inzwischen sind wir auch irgendwie müde. Man stellt sich dieses Reisen als immer währenden Urlaub vor aber das ist es ganz und garnicht. Das ganze Ding ist schon sehr anstrengend! Jeden Tag musst du einkaufen oder Strecke machen, jeden Tag das Zelt auf- und abbauen und immer wieder organisieren und planen. Also, Erholung ist manchmal was anderes. Inzwischen fällt es uns manchmal echt schwer, man möchte einfach nur seine Zelte aufschlagen und da sein. Erstaunlicherweise haben wir uns noch nicht die Köpfe eingeschlagen, ein wenig zicken, na klar, aber nichts gravierendes. Wir können es eigentlich gar nicht glauben! In Plakia finden wir einen sehr schönen Platz, an dem alles stimmt und schlagen unser Lager auf.Heute wird mal wieder gekocht und der abend geht entspannt zu Ende.


Mittwoch, 30.09.2015

Nach einer relativ guten Nacht, relativ, weil es sehr windig war, bleiben wir noch einen Tag hier in "Plakia". Wir frühstücken von ca. 8:00 bis 12:00 Uhr und kommen dann endlich mal in die Gänge. Ein Spaziergang durch das Städtchen, bei extremen Wind macht viel Spaß. Wir sitzen am Hafen und genießen die Sonne, den Wind und die Ruhe. In einem kultigen Laden finden wir auch endlich eine Bequemhose für Markus. Voller Erfolg! Da dieser Einkauf auch schon wieder sehr anstrengend war ist jetzt ein Frapé fällig. Diesen genießen wir in einem netten Café an der Promenade und führen tiefsinnige Gespräche wie: " Mann, ist chillen klasse und sprechen müssen wir ja eigentlich auch gar nicht, auf's Meer schauen und genießen und Klappe halten". Das zelebrieren wir dann auch eine ganze Weile, total cool. Um mal wieder etwas zu tun, raffen wir uns und gehen zurück zum Campingplatz. Dort geht es allerdings weiter, Markus versucht ein paar Bilder ins Netz zu stellen und ich gehe an den Pool und chille weiter. Ergo, ein total chilliger und gelungener Tag!


Donnerstag, 01.10.2015

Da der Wind extrem zunimmt, entschließen wir uns, weiter zu fahren, obwohl der Campingplatz echt klasse ist. Wir haben heute zur Abwechslung mal wieder eine 200 km Etappe vor uns, natürlich durch bzw. über die Berge. Im Normalfall eine super Strecke, in unserem Fall totale scheiße. Jedesmal, wenn wir Pässe überwinden, macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. So auch dieses Mal! Vom Wind mal abgesehen, der echt schon heftig war, schlängeln wir uns den Berg hoch und es erwartet uns extrem schlechtes Wetter. Dunkle Wolken, ich bin fast blind mit Sonnenbrille aber für coole Menschen scheint ja immer die Sonne, dann natürlich auch noch kräftiger Regen und zur Krönung auch noch Nebel. Hervorragend, von der Temperatur, Winter mit nur 14°, ganz zu schweigen. Reisen macht also echt Spaß! Irgendwann beschließen wir, die Hauptstraße zu nehmen, weil du von den Bergen eh nix siehst! Eigentlich wollten wir in Paleochora einige Tage parken, um Tages- touren zu machen. Nachdem wir dort angekommen sind und uns die Campingplätze angeschaut haben, waren wir weder von dem Einen noch von dem Anderen wirklich begeistert. Also wieder einmal umdisponieren. Eine Nacht reicht, morgen geht es weiter. Der Platz hat zumindest eine Taverne und so gönnen wir uns ein Abendessen und fallen um 20:30 Uhr ins Bett, man glaubt es kaum!


Freitag, 02.10.2015

Wie geplant, brechen wir die Zelte heute ab. Nachdem alles gepackt ist, nehmen wir noch ein kleines Frühdtück und los geht's. Die Straßen werden klein und kleiner und dann kommt Schotter! Prinzipiell kein Problem, kann ja nicht viel sein! Die Straße ist auf dem Navi und auf der Karte nicht als unbefestigt angegeben. Das Ding gestaltet sich aber schon am Anfang als etwas schwierig. Markus fragt, ob wir besser umdrehen sollen und ich verneine, weil kann ja so schlimm nicht werden. Geschissen Kamerad! Wir bzw. ich meister das Ding ganz gut aber irgendwann kam der Punkt, an dem umdrehen nicht mehr lohnte und ich nur noch gehofft habe, daß es bald vorbei ist. Die Strecke ging fast nur bergab und war vom letzten Regen total ausgewaschen, also echt hardcore. Ich habe alles gegeben, mein Adrenalinspiegel ist explodiert und irgendwann, nach inzwischen schon 3 bis 5 Pausen war es dann soweit. Ich hab mein "Baby" abgelegt. Gott sei Dank wirklich nur abgelgt, ich konnte sie nicht mehr halten und habe sie so langsam wir möglich hingelegt, ohne meine Knochen drunter zu haben. Leider wurde die Strecke nicht besser, sondern immer nur schlechter und jede Kurve war horror. Da Sicherheit vor geht, hatte mein Schatz natürlich die A-Karte. Ich fuhr, soweit es möglich war und Markus hat dann beide Motorräder runter balanciert. Heißt, seine runter fahren, zu Fuß wieder rauf und dann meine runter fahren. Das war echt ne Tortour, ganz lieben Dank mein Schatz!! Ich hätte diese verdammten Kurven nicht geschafft. Im Endeffekt waren das 20 km, die uns dreieinhalb Stunden gekostet haben. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie schön es war, wieder Asphalt unter den Rädern zu spüren. Unsere Tagesetappe von 80 km hat fünfeinhalb Stunden gedauert! Wir erreichen Kissamos und müssen feststellen, das der angepeilte Campingplatz verwaist ist. Also geht es noch ein paar Kilometer weiter nach "Mithimna" und dort fühlen wir uns gut aufgehoben. Der Platz hat alles, was man braucht, ist sauber und eine Taverne gibt es auch. Natürlich fehlt der Pool aber zum Strand sind es nur fünf Meter, somit ist der Pool hinfällig. Prioritäten: Zelt aufbauen, Innenraum gestalten und DUSCHEN! Die Schotterstrecke war echt schweißtreibend und nach der Dusche haben wir uns wie neu gefühlt! Wir lassen es heute noch einmal krachen und gehen zum Abendessen rüber in die Taverne. Nach dem guten Essen lassen wir uns gepflegt auf der Matratze nieder und werden sehen,was der morgige Tag bringt.


Samstag, 03.10.2015

 Heute gibt es nix zu berichten, ist nicht viel passiert!


 Sonntag, 04.10.2015

Heute starten wir nach einem entspannten Frühstück wieder durch um in "Chania" heute abend die Fähre nach "Piräus" zu nehmen. Für's erste Mal Kreta reicht es, außerdem sollte man sich immer das Ein oder Andere aufsparen, damit man einen Grund hat, wieder zu kommen. Da es nur ca. 40 km bis "Chania" sind, fahren wir noch einen Bogen durch den Rest der Bergwelt im Westen. Gegen Mittag machen wir in einem kleinen Dörfchen Pause und ein älterer Herr ist scheinbar total fasziniert von uns und er beschließt, uns auf einen originalen kretischen Drink einzuladen. Na, herzlichen Glückwunsch! Der Drink ist natürlich ein "Raki", was nun? Ablehnen geht nicht, verschwinden lassen funktioniert auch nicht, weil der vor 10 Minuten bestellte Frapê noch immer auf sich warten läßt. Also, Augen zu und durch! Natürlich wird das Glas nicht in einem Zug geleert sondern schlückchenweise. Der Opa freut sich und wir mampfen unauffällig das Studentenfutter weg, damit der Schnaps nicht durchschlägt. Nachdem das sehr gut gelöst wurde, machen wir uns auf den Weg zum Hafen und haben Glück, daß der Schalter eine halbe Stunde später aufmacht und wir in Ruhe unser Ticket für die Überfahrt klarmachen können. Diesmal greifen wir wieder tiefer ins Futter und nehmen eine Kabine, was sich später als sehr gute Entscheidung entpuppt, da die Fähre sehr voll ist und es mit Schlafplätzen an Deck nicht gut aussieht. Da noch zwei Stunden Zeit sind bis der Check-in startet, beschließen wir, uns in eine kleine Taverne zu setzen um etwas zu essen. Die Portionen sind kaum zu bewältigen und wir sind pappsatt! Nichts desto Trotz müssen wir uns irgendwann raffen und bugsieren unsere Rädchen aus dem absoluten Halteverbot (der Wirt sagte, kein Problem, hinstellen...) und machen uns auf, um die Überfahrt anzutreten. An Bord genießen wir noch den Sonnenuntergang und machen es uns anschließend in unserer Kabine bequem.


Montag, 05.10.2015 bis Donnerstag, 08.10.2015

Pünktlich um 6:00 Uhr legen wir an und sehen erst einmal wieder zu, heil von der Fähre runter zu kommen. Die Passagiere haben es imer dermaßen eilig, daß sowas echt in Stress ausarten kann. Parkplatz suchen und sammeln und dann geht es weiter. Wir sind viel zu früh in "Agio Theodori" und gönnen uns noch einen Kaffee und Teilchen in der Bäckerei und fahren dann rauf zu unserem Freund Georg, in der Hoffnung, daß irgendwer schon wach wird. Unsere Zweiteltern Lambo und Hilde sind auch inzwischen hier unten. Die Hunde schlagen Alarm und ein sehr freundlicher fremder Hund vor dem Tor begrüßt uns freudig. Die Hunde beruhigen sich schnell und dann passiert nix! Die Viecher legen sich wieder schlafen, der Kurze vor dem Tor macht es sich auch bequem (sieht ziemlich verdächtig nach Familienzuwachs aus....) und im Haus passiert nix! Ok, wir sind ja gut ausgerüstet und packen unsere Stühle aus, machen es uns bequem und harren der Dinge, die da kommen. Um halb zehn geht die erste Tür auf und Lambo ist ganz überrascht, daß wir vor dem Tor sitzen und niemanden geweckt haben. Die Freude ist auf beiden Seiten sehr groß und wir bekommen erst einmal einen leckeres Frühstück. Da Georg, wie immer Spätschicht hat, trudelt er etwas später unten in der Küche ein. Die nächsten Tage müssen wir überlegen, was wir machen. Richtung Italien, Spanien oder Albanien, Kroatien, wir haben grad echt keinen Plan. Erst einmal einige Tage hierbleiben und alles mal wieder neu packen und Bierchen trinken und essen und faulenzen und, und, und! Am Donnerstag verabschieden wir Hilde, weil diese nach Deutschland fliegt und wir beschließen, am nächsten Tag auch wieder zu starten.


Freitag, 09.10.2015 bis Montag 12.10.2015

War wohl nix mit durchstarten!! Erstens fühlen wir uns hier sauwohl und Lambo und Georg fördern auch nicht gerade unsere Reiselust: Bleibt doch noch ein paar Tage, ist schön mit euch. Außerdem wird das Wetter schlecht und im Regen wollt ihr gar nicht fahren! Hmh, mit dem Wetter hatten sie recht, es fing kurz nach der Aussage an zu schütten. Also, umdisponieren. Bis Sonntag soll die Schlecht-Wetter-Front durch sein und am Montag könnten wir starten. Wir beschließen, am Samstag noch einmal essen zu gehen, was sehr schön war und sitzen anschließend noch bis drei, halb vier auf dem Hof und trinken Bierchen und Ouzo und quatschen über alte Zeiten. Sonntag erst einmal ausschlafen und im Regen auf der überdachten Terrasse nach einer Fähre für Montag suchen. In der Zwischenzeit macht Lambo Mittagessen und gebratene Äpfel und, und, und! Eigentlich fressen wir den ganzen Tag! Die Fähre für morgen ist gebucht und nun ist auch die Abreise amtlich. Wir können am Montag in Ruhe packen, da wir erst abends starten! Der Abschied fällt echt schwer und ich, Mädchen, muss natürlich ein Tränchen drücken! Aber, nach 6,5 Wochen Griechenland bei Familie/Freunden ist das ja auch kein Wunder. Schweren Herzens starten wir Richtung Patras und werden in 20 Stunden Ancona erreichen.