Tag 15

7:00 aufstehen, eine Banane zum Frühstück und ab geht es. Noch 50 km bis zum Hafen Dover. Wir haben Glück, Tickets kaufen, rauf auf die Fähre und eine viertel Stunde später starten wir. Nach anderthalb Stunden kommen wir in Calais an und nun naht das Ende unseres Urlaubs. Wieder auf die Bahn, eben durch Frankreich, Belgien und Holland und schon kommt das Hinweisschild " Wuppertal " in Sicht. Um 20:30 landen wir sicher auf unserem Hof, sind froh angekommen zu sein und etwas traurig, dass es vorbei ist!


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Tag 14

Langsam müssen wir Richtung Dover, noch ca. 500 km entfernt, fahren um die Heimreise anzukurbeln. Wir nehmen uns vor, noch ein wenig die Landstraßen in England unsicher zu machen. Im ersten Örtchen ist wohl heute Wochenmarkt und ziemlich viel los, also Stau. Noch sind wir ganz entspannt, denn wir wissen ja nicht, was uns noch blüht. Leider zieht sich der Stau durch die ganze Stadt, was schon ziemlich abnervt. Wir halten auf einer Tanke und beschließen, jetzt doch ein wenig Strecke zu machen. Immerhin haben wir in den letzten zwei Stunden doch 50 km geschafft. Also ab auf die Bahn, km schieben und später einen zweiten Versuch starten um doch vielleicht noch ein wenig schöne Landschaft zu sehen. Nach weiteren 150 km versuchen wir es noch einmal. Leider wieder Pech! Bei jedem Kreisverkehr Stau, so viele Autos haben wir in den letzten 10 Tagen nicht gesehen! Nach ca. 100 Kreisverkehren, gefühlten, können wir weningstens behaupten, diese im Linksverkehr drauf zu haben. Inzwischen ist unsere Laune in Richtung Nullpunkt unterwegs und wir gehen wieder auf die Bahn und nehmen uns vor, so weit wie möglich an Dover heran zu kommen. Wir ziehen bis abends 20:00 Uhr durch und haben dann echt die Sch..... voll. Markus hat Hunger, und wenn Hunger dann grantig! Außerdem sind wir dann auch um die 470 km gefahren und das reicht. Also checken wir im Day`s Inn ein, weil es für einen Campingplatz zu spät ist und besorgen uns erst mal Mäckes und ein Bier. Nach diesem erfolgreichen Tag fallen wir dann ins Bett.

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Tag 13

Um 10:15 fahren wir gut gestärkt los und halten uns Richtung Süden. Allerdings sieht Süden heute ziemlich dunkel aus. Nach ca. 150 km haben wir Schottland verlassen und treiben uns nun in England herum. Es versteht sich natürlich von selbst, dass gute Biker nur Landstraßen fahren. Wider Erwarten ist die Landschaft hier in England ebenfalls sehr, sehr schön. Wir fahren durch einige Nationalparks und genießen die Landschaft mit dem schönen Farbenspiel, da das Wetter mal so typisch englisch ist. Von Sonne zu Regen und einige Minuten später wieder die Sonne. Gegen 17:00 Uhr fangen wir an, nach einem Campingplatz Ausschau zu halten, müssen aber feststellen, dass die hier nicht so häufig zu finden sind. Die Fahrerei wird für mich langsam echt anstrengend, da ein ziemlich useliger Wind aufkommt und es nun konstant regnet. Ich gebe mir also echt Mühe, keine schlechte Laune aufkommen zu lassen, während ich mit dem verdammten Wind kämpfe, der irgendwie dauernd die Richtung wechselt. Besonders der Seitenwind macht mir zu schaffen. Weit und breit ist kein Campingplatz  in Sicht und die Tankanzeige bewegt sich immer mehr in Richtung Reserve. Na klasse, Tankstellen gibt es genauso wenig und wenn eine zu sehen ist, ist sie schon geschlossen. In Kettlewell, das befindet sich im Bezirk Yorkshire, finden wir eine Tankstelle, wo noch jemand zu sehen ist. Der gute Mann ist allerdings auch gerade im Begriff abzuschließen. Inzwischen ist es schon 18:30. Er fragt, wo wir denn hinwollen und teilt uns mit, dass alle Tanken hier schon zuhaben. Nachdem er Markus Tankanzeige sieht, die ansagt, noch 16 km bis Ende, hat er ein Herz und macht die Zapfsäule noch einmal auf. Das fanden wir natürlich echt klasse. Er meinte, das er uns ja so nicht stehen lassen kann. Es wurde schnell mit Karte bezahlt und glücklicherweise gab es anderthalb Meilen weiter auch noch einen Campingplatz mit dem schönen Namen Wood Nook. Die Rezeption war auch hier natürlich nicht mehr besetzt, aber als wir ankamen, kam ein ganz liebes Ömchen aus dem Haus und hat uns geholfen. Sie sagte uns schnell wo wir uns ausbreiten können und wo Toiletten etc. sind und fragte, ob es für uns ok wäre, morgen zu bezahlen, da sie mit den Preisen überfordert war. Wir waren froh ein Plätzchen gefunden zu haben und wollten die alte Dame nicht weiter belasten. Also schnell Zelt aufschlagen und ab ins Trockene. Nachdem wir das erledigt haben, hat mein Campingmaster schnell ein leckeres Abendessen gezaubert, das wir mit einem Tässchen Rotwein zu uns genommen haben. So, alles ist gut. Nun können wir uns in unsere Schlafsäcke begeben und den Tag abschließen.

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Tag 12

Wir sind gut ausgeschlafen und bekommen heute unser erstes schottische Frühstück bestehend aus Porridge, anschließend einen Teller mit gebratene Würstchen, Bohnen, Spiegelei, gebratenen Pilzen, Haggis und Tomate. Gut gestärkt machen wir uns auf um Edinborough zu erkunden. Wohl bemerkt zu Fuß! Die Motorräder bleiben heute einmal stehen. Da wir nur ca. 1,6 km von der Alt-/ Neustadt entfernt sind gehen wir bis dahin (tut nach diesem Frühstück, Cholesterin ahoi, auch ganz gut). Mit unserem Stadtreiseführer haben wir keine Probleme. Wir starten unten auf der Princess Road, was so eine Art Einkaufsmeile ist und gehen über den Schlosspark in Richtung Altstadt. Vorher besteigen wir noch den Calton Hill, von wo aus man die beste Aussicht über ganz Edinburgh hat. Weiter geht es über die North Bridge mitten in die Altstadt. Trotz des vielen Trubels ist es sehr interessant hier. Sehr viele alte und schöne Gebäude. Natürlich darf auch der Bummel durch einige Geschäfte nicht fehlen, allerdings ist das, wie überall im Urlaub, auch auf Tourismus ausgerichtet. Egal wir haben auf dem Weg jede Menge Sehenswürdigkeiten wie die St. Giles Cathedrale, das John Knox House und natürlich Edinburgh Castle gesehen. Zwischendurch muss natürlich auch Zeit für ein Pint Bier sein. Ich mache noch bei einer geführten Tour in den Edinburgh Underground mit, was sehr interessant ist. Dabei gehen wir zurück bis ins 17te Jahrhundert und so fühlt es sich unter der Erde in den Tunneln von Edinburgh auch an. Man muss sich mal vorstellen dass dort früher Menschen gelebt haben. Echt Wahnsinn. Außerdem gibt es viele Legende über Poltergeister in diesen Gefilden. Unser Guide hat diese Gruselgeschichten echt sehr gut rüber gebracht, manchmal hat es mich echt gefröstelt. Nun kenne ich Edinburgh auch unter der Erde. Ich treffe mich mit Markus in einem Pub und wir trinken noch ein Bierchen zum Abschluss um uns dann auf den Heimweg zu machen, denn unser Sightseeing hat nun dich schon sieben Stunden gedauert. Bis wir im Guesthouse sind ist es 19:00. Nun wird noch geschrieben und schon wieder alles für morgen vorbereitet und nu sind wir kaputt.

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Tag 11

Nach einem recht gemütlichen Frühstück machen wir uns auf Richtung Edinborough. Heute ist nichts spektakuläres geplant, vielleicht tut sich noch etwas auf und wenn nicht dann auch gut. Markus hatte bereits vorgestern ein Guesthouse gebucht und ehrlich gesagt freuen wir uns, doch mal wieder in einem Bett zu schlafen und die Klamotten neu zu organisieren und durchtrocknen zu können. Wir fahren sehr schöne Strecken, es ist allerdings nicht zu vergleichen mit den Highlands im Westen und Norden Schottlands. Das jetzige Gebiet ist irgendwie anders schön. Ich hoffe die ganze Zeit, dass ich doch noch meine Highland cows sehe um ein Foto zu machen. Bisher waren sie leider immer zu weit weg und am liebsten würde ich ja eine mit mir zusammen auf dem Foto haben. Einmal haben wir welche gesehen, die recht nah waren, aber die waren frei in den Highlands unterwegs und da muss ich zugeben, dass ich ein wenig schissig war. Wahrscheinlich wären die vor mir abgehauen, aber wenn nicht? Also hab ich das gelassen. Heute habe ich aber doch noch Glück und wir sehen drei auf einer kleinen Weide. Ich nutze die Gunst der Stunde und versuche mein Glück, ich bin natürlich nicht mit auf den Fotos aber froh, dass sich eins von den Strubbeln überhaupt herab gelassen hat, in meine Richtung zu schauen. Wieder einen Punkt auf der Wunschliste zur Hälfte abgehakt. Wir nähern uns so langsam der Stadt und merken es auch gleich am Verkehr. Da wir das links Fahren inzwischen sehr gut verinnerlicht haben, bleiben wir gelassen und schaffen es gut bis zu unserem Guesthouse. Der Empfang war sehr nett und wir finden ein kleines Appartement vor, in dem wir uns richtig ausbreiten können. Erst mal alles von den Bikes runter und ab ins Wohnzimmer, Duschen gehen und ne Runde vor die Tür. Der Abend endet mit chinesischem Abendessen und einer Flasche Rotwein. So, nun schlafen gehen auf einer dicken und hoffentlich auch gemütlichen Matratze.

PS.: inzwischen sind wir 2440 km gefahren.

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Tag 10

Heute sieht es wieder nach einem schönen Tag aus. Es wird zwar von Tag zu Tag kälter, aber solange es trocken bleibt und ab und an die Sonne rauskommt ist alles bestens. Wir fahren heute an der Westseite von Loch Ness entlang und halten natürlich Ausschau nach Nessi,  gehören aber auch zu den vielen Menschen, die es nicht gesehen haben. Natürlich ist Loch Ness auch ohne das Ungeheuer sehenswert und erstreckt sich in der Länge auf ca. 117 km. Wenn kein Seeungeheuer, dann eben die Besichtigung eines Schlosses, diesmal Urquhart Castle. Zumindest das, was davon übrig ist. Es steckt auch hier wieder eine sehr interessante Geschichte dahinter. Keine Sorge, die werde ich jetzt nicht kundtun. Wir fahren weiter und finden wieder sehr schöne Strecken in Richtung Fort Williams, weil wir heute noch einen Versuch starten, den Glen Coe zu sehen, diesmal natürlich von der anderen Seite. Es läuft alles wie geschmiert und da ist er, der Glen Coe! Wir sind total überwältigt und froh, dass wir den zweiten Versuch gestartet haben. Nun machen wir noch einen Abstecher zum Glen Evite, den wir über 16 km Single Track Road erreichen, die wir auch wieder zurück müssen. Auch hier ist die Landschaft wieder wunderschön und das Farbenspiel im Himmel ebenso. Markus hat an einer Baustelle von Waldarbeitern Bekanntschaft mit einem Dobermann gemacht, der dachte, gehen wir mal auf Biker Jagd. Dank Funke war ich klar im Vorteil und hab den Arbeiter gebeten, seinen Hund wegzusperren, was er auch sofort getan hat. Somit konnte ich entspannt weiter fahren, während Markus sich wohl noch etwas von seinem Schrecken erholen musste. Da es nun schon recht spät ist, entscheiden wir uns, uns in Richtung Edinburgh zu halten und steuern den nächsten Campingplatz an. Es sieht nach Regen aus, also schnell das Zelt aufbauen, Abendessen kochen und gut. Wir sitzen noch ein Weilchen draußen und unterhalten uns mit einem alten Herren, den ich erst mal kaum verstehe und er mich genauso wenig, weil ich so gut Englisch spreche, dachte ich, aber Englisch und "schottisches Englisch" sind echt zwei paar Schuhe. Als wir beide das raus haben sind meine Zweifel an meinen Sprachkenntnissen verflogen und die Unterhaltung geht voran. Es stockte zwischendurch nur, weil der gute Mann nach deutschen Worten suchte, deren er vor 40Jahren mal mächtig war, weil er in Köln bei der Airforce stationiert war. Ich erzählte ihm, dass wir vorhaben, morgen nach Edinburgh zu fahren und er fragte entsetzt: "Why?" was wir denn dort wollten, so eine groß Stadt wäre doch entsetzlich. Wir sollen doch in die andere Richtung fahren, das wäre viel schöner. Ich sagte ihm, dass wir aus dem Norden kämen und so langsam in Richtung Heimat fahren müssten, da hat er uns verziehen. Jedenfalls finden wir ihn nächstes Jahr am selben Ort und sollen ihn besuchen. Und belehrt wurden wir zum Abschied auch noch kurz: es heißt nicht Edinburgh sondern Edinborough. Also planen wir für morgen die Fahrt nach Edinborough, oder?

 

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Tag 9

Heute ist glaub ich der bis jetzt kälteste Tag für uns hier in Schottland, aber wir wollen ja nicht jammern denn bis dato hatten wir echt Glück mit dem Wetter. Beim Zeltabbau wird es mir dann langsam wieder etwas wärmer. Wir starten um 10:00 Uhr mit dem Endziel Inverness und werfen noch einen letzten Blick auf dieses wunderschöne Panorama. Wir nehmen weiterhin die North-West-Highland Route und haben die Regenanzüge griffbereit verstaut. Die Fahrt heute war für mich echt anstrengend, weil ich Kopfschmerzen hatte, dabei dann noch die Konzentration auf den engen Straßen. Ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich keinen Bock mehr hatte weiter zu fahren. Aber egal..... ich bin ja ne Harte, da muss ich durch. Also ne Tablette rein und weiter, hat leider nicht lange angehalten mit der Schmerzfreiheit. Die Fahrt hat heute keine großen Attraktionen gebracht außer natürlich die faszinierende Landschaft. In Lairg am Loch Shin haben wir unsere Mittagspause gemacht. So wie sich das für gut ausgerüstete Reisende gehört wurde der Teekessel rausgeholt, die Gas cartridge angeschlossen und erst mal ein Teechen aufgeschüttet, dazu ein paar Stücke Sandkuchen und die Welt war in Ordnung. So, nun noch ca. 70 km bis Inverness. Kaum hab ich den Helm auf, beginnen die Kopfschmerzen wieder. Je näher wir Inverness kommen bereuen wir unseren Entschluss, in die Stadt zu fahren. Es ist wahnsinnig viel Verkehr hier und ziemlich viel Trubel, da auch Sonntags die Geschäfte und Supermärkte auf haben. Wir vermissen direkt schon die Ruhe der letzten Woche. Es ist kein Vergleich zu den oberen Highlands. Trotzdem hatten wir uns vorgenommen heute mal in ein Bed & Breakfast zu nehmen. Das erste hatte leider nichts mehr frei und im Zweiten hat die freundliche Dame 80£ aufgerufen, das war uns dann doch zu teuer und ich hab dankend abgelehnt. Nach kurzer Beratung sind wir dann zu dem Schluss gekommen, doch wieder einen Campingplatz zu suchen und somit auch unsere gewohnte Ruhe zu genießen. Schnell noch etwas einkaufen und ab geht' s. Die Campingplätze sind hier natürlich auch etwas teurer, 16£ pro Nacht plus Einkauf sind wir dann aber doch bei der Hälfe des B&B' s. Nun sitzen wir hier vor unserem Zelt, haben Wifi, trinken einen Wein und genießen die Ruhe. Mal sehen was der morgige Tag bringt, denn wie sagt hier in der Gegend jeder: " no plan is a good plan!"

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Tag 8

Heute morgen ist das Wetter zum ersten Mal ziemlich durchwachsen. Der Zeltabbau findet diesmal im Regen und mit viel Wind statt, aber zur Belohnung gab der Himmel uns nach kurzer Zeit einen wunderschönen kräftigen Regenbogen zu dem sich sogar noch ein Zweiter gesellte. Wir machen uns auf über die North-West Highland Route Richtung Durness, dort wartet ein Campingplatz mit angeblich spektakulärem Ausblick auf uns. Die Fahrt erweist sich als recht anstrengend, da die Single Tracks immer enger zu werden scheinen und obendrein auch noch jede Menge Radfahrer unterwegs sind, die ein Rennen fahren. Trotzdem finden wir wieder jede Menge wunderschöne Landschaften, die zum fotografieren einladen. Man könnte sich echt dranhalten, aber es gibt gewisse Dinge, die man besser in seiner Erinnerung und im Herzen behält. Nach 150 km und ca. 5,5 Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel - Durness. Wir steuern den Campingplatz an und sind überwältigt von der Aussicht. Der Platz liegt direkt an einer Steilküste mit hellem Sandstrand in zwei Buchten unterhalb. Nach dem Aufbau unseres Hauses geht es erst mal los für die Fotosession, total klasse kann ich nur sagen. Dann Abendessen, Rumpsteak und Pellkartoffel mit Dip. Markus hat mal wieder hervorragend gekocht. Ich bin pappsatt. Jetzt noch ein Bierchen und dann ab ins Bett, so um ca. 21:00 Uhr. Aber egal, wer früh schlafen geht ist auch früh wieder fit. Bis denne und gute Nacht.

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Tag 7

Schon ist der siebte Tag angebrochen, das Frühstück wird mal wieder von von meinen besten Freunden begleitet, den Midges, ich könnte was an mich kriegen. Gestern Abend haben die mich genau zwischen Socken und Anfang Leggins erwischt. An diesem Stückchen Haut hatte ich mich gestern natürlich nicht mit Smidge eingecremt und die Biester hatten das direkt spitz bekommen. 6 Bisse am linken Fuß und 8 am Rechten. Aber egal, ich bin ja Kummer gewohnt, Gel drauf und gut. Heute schauen wir uns Eilean Donan Castle an, man kennt es aus “Highlander” und “Braveheart”. Ein sehr schönes Schloss. Mal eben wieder ein paar Fotos gemacht und weiter im Programm. Wir wollen heute Ullapool erreichen. Heute sind wir allerdings nicht mit Sonnenschein gesegnet und müssen die Regenanzüge überziehen. Trotzdem hatten wir noch Glück, es hat nur zwischendurch ein wenig Regen gegeben. Auf den höheren Regionen war es natürlich wieder sehr nebelig und das Fahren dem entsprechend einigermaßen anstrengend. In Gairloch gab es dann einen sehr schönen Sandstrand zu sehen. Der Nebel war ein wenig verflogen und gab uns eine super Sicht frei. Wir kommen in Ullapoll an und überlegen, ob wir noch ein wenig weiter sollen, entscheiden uns aber dagegen. Ullapool sieht auf dem Navi aus wie eine recht große Stadt, ist es aber nicht, 1200 Einwohner. Es ist echt knuffig hier und wir schlagen unser Lager auf dem hiesigen Campingplatz auf. Nun sitzen wir im The Arch Inn, haben gut gegessen und trinken unser drittes Guinness, “mittlerweile haben auch wir gelernt, das die Maßeinheiten hier in Pint gemessen werden.... und das ist mehr als ein halber Liter”. Beim leckeren Bierchen schreibt es sich recht gut an der Bar. Die Gäste fragen schon ob ich arbeite, ich bejahe das und sage: Klar, einer muss ja das Geld verdienen. In diesem Sinne mache ich nun Feierabend. Good night. Im übrigen waren das in den letzten 7 Tagen die ersten Stunden die wir in einem Gebäude verbracht haben.

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Tag 6

Um mich nicht zu wiederholen, es ist früh am Morgen und das gleiche Procedere wie jeden morgen. Wir beginnen mit dem Dunvegan Castle, dem Sitz der Macleods seit 800 Jahren und ziehen danach unsere Rundreise über die Insel durch wie geplant. Ich muss wieder einmal sagen, dass die Landschaft extrem faszinierend ist. Wir haben Glück mit dem Wetter, es ist wieder strahlender Sonnenschein. Allerdings, je weiter wir rauf fahren um so mehr tut sich dann doch Nebel auf, erst sind nur die Bergspitzen verschwunden, doch etwas später fahren wir durch eine dicke Nebelwand. In Uig ist es wieder recht klar, allerdings liegt der Nebel auf dem Wasser, ein total genialer Anblick. Da der Nebel sich verschiebt, haben wir faszinierende Fotos machen können. Man kann es nicht beschreiben, erst siehst du gar nichts, dann tut sich auf einmal ein kleiner Hafen auf, der direkt wieder verschwindet um einem Felsen die Ehre zu geben usw. Wie gesagt, man muss es gesehen haben, total klasse. Weiter geht es mit unserer Umrundung und wir erreichen über die nächste Single Track den “Old Man of Storr”, eine sehr bizarre und imposante Felsenformation. Diese Strecke ging dann mit 15% Gefälle weiter. Leider mussten wir dann eine kurze Reparaturphase einlegen, da uns ein Lkw entgegenkam, Markus abrupt bremsen musste und ich meinte, mal den Koffertest machen zu müssen. Der Koffer hat verloren. Wenig später verlassen wir Skye über die Bridge. Es wird langsam Zeit, die Übernachtung zu planen aber vorher machen wir noch einen Abstecher nach Plockton, einem kleinen Fischerdörfchen mit dem Einfluss vom Golfstrom, in dem sogar Palmen wachsen. Die sogenannten cabbage trees. Nach kurzer Genießer- und Erholungspause finden wir einen angenehmen Campingplatz, machen lecker Black Pudding mit Bohnen zum Abendessen und unterhalten uns noch ein wenig mit Jo und Noelle  aus Frankreich, die auch hier unterwegs sind. Wir fallen total kaputt auf die Luftmatratzen und schlafen wie die Steine.

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Tag 5

Wie immer sind wir früh um 7:00 aus dem Schlafsack und lassen den Tag ruhig beginnen, Kaffee, Duschen  und dann abbauen und packen. Wir machen uns weiter auf den Weg um Loch Shiel und erkunden ein wenig die Gegend. Unser erstes Ziel ist der Leuchtturm Point of Ardnamurchan, der uns bei super Wetter eine wunderschöne Aussicht beschert. Dieser Abstecher dauert ca. 6 Stunden, da wir die 50 km Single Track Road auch wieder zurück müssen, aber es hat sich natürlich gelohnt. Anschließend machen wir den nächsten Abstecher zum Mingary Castle in Kolchoan bevor wir uns auf den Weg zu unserem Endziel für den heutigen Tag machen, die Isle of Skye. Wir nehmen die Schnellstraße Richtung Malaig, wo unsere Fähre abgeht. Man glaubt es kaum, aber die Tankstellen sind teilweise ziemlich rar vertreten, Markus Tankanzeige ging auf Reserve und langsam tat sich Nervosität auf. Die nächste Tanke wurde 1 km nach Reservenende angezeigt. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn das Navi in 12 km eine Tankstelle anzeigt und deine Reserve sagt, in 11 km ist Ende! Aber..... das Glück ist mit den......., hat geklappt! Wir legen noch ein kurzes Päuschen ein um ein wenig Schinken und Käse zu essen und haben wieder Glück, denn in diesem Moment dampft der berühmte Hogwart Express aus Harry Potter an uns vorbei.  Mit vollem Tank geht es nach Malaig zum Hafen um die Fähre zu nehmen. Dort läuft alles sehr entspannt ab, auch ich war nicht so nervös wie sonst bei Fährenauffahrt. In der ca. 25 Minuten langen Überführt haben wir das schöne Wetter genossen, Delphine gesehen und die Isle of Skye nicht im Nebel. Nach Ankunft machen wir uns auf den Weg, die Insel zu umrunden und einen Campingplatz zu suchen. Wir decken uns im Co-Op mit Abendessen und Bier ein und wollen weiter bis zum anvisierten Platz. Auf dem Weg sahen wir allerdings eine Bucht mit zwei, drei Zelten und Wohnmobilen, der uns gut gefiel. Also. Nix wie drauf dar, aufbauen und Bier trinken in der Abendsonne. Im Verlauf des abends lernen wir John und Magie kennen, ein sehr nettes Pärchen, mit denen wir uns angeregt unterhalten ( sieht so aus: Isa quatscht, Markus versteht aber spricht wenig). Alles in Allem war es mal wieder ein sehr gelungener Tag. Gefahren sind wir übrigens 210 km.

Tag 4

Nach einer entspannten Nacht sind wir natürlich wieder früh auf den Beinen. Erst mal Kaffee trinken und ganz gemütlich wach werden und die Ruhe genießen. Nach dem Duschen wird wieder mal abgebaut, allerdings sind wir heute sehr gemütlich unterwegs und starten erst um halb elf. Hinzu kommt, das es angenehm warm ist und auch die Sonne rauskommt. Natürlich kommt mal wieder was dazwischen, diesmal die Funke, die keinen Ton mehr von sich gibt. Nach prüfen der ganzen Kabel geben wir erst einmal auf um heute Abend auf dem nächsten Campingplatz in Ruhe nachzusehen. Diese Thema erledigte sich allerdings auf dem Weg von alleine, weil die Funke meinte, nun doch wieder funktionieren zu wollen. Wir wollen unseren Plan von gestern wieder aufnehmen und starten in Richtung Fort Williams. Natürlich wieder auf kleineren Sträßchen wenn die Möglichkeit besteht. In Fort Williams angekommen durfte natürlich der Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands nicht fehlen. Im Gegensatz zu den Dolomiten ist er allerdings recht klein. Komplett sehen konnten wir ihn auch leider nicht, weil die Spitze von Wolken verhangen war. Weiter geht's es rum um Loch Eil um dann wieder mal eine geile Single Track Road zu nehmen die uns an Loch Linnhe und Loch Shiel vorgeführt. In Strontian machen wir Pause und essen eine Kleinigkeit, danach einkaufen und den nächsten Campingplatz suchen. Den finden wir in Resipole und sind sehr zufrieden, weil wir ca. 20 Grad haben und noch gemütlich in der Sonne sitzen können. Jetzt allerdings gehen mir die Midges wieder ziemlich auf die Nerven, bin zwar eingeschmiert, aber trau den Dingern nicht. Übrigens war es keine Einbildung, Hab so ca. 15 Einschusslöcher im Gesicht. Gott sei Dank sind die nicht angeschwollen, sonst sähe ich heute etwas lädiert aus. Markus hat natürlich wieder Glück, den wollen die nicht so wirklich solange ich in der Nähe bin, mpf! So, uns ist für heute Feierabend, jetzt noch ne Runde laufen und gleich ein lecker Weibchen ( Isa meinte natürlich ein" Weinchen" ) egal ich nehm beides. In diesem Sinne bis morgen.

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Tag 3

6:30 / 7:00 aufstehen, wie immer, denn länger schlafen ist nicht wenn man abends um Zehne die Schotten dicht macht. Erst mal gemütlich Kaffee und ein Marmeladenbrötchen um dann gestärkt abzubauen und zu packen. Unsere neue Ausrüstung ist echt klasse, in weniger als einer  Stunde ist alles schon wieder auf den Bikes verstaut und wir können los. Eben noch an die Rezeption, einen Smalltalk halten und verabschieden. Wir starten auf der Old Military Road to Lochmond, einen der vielen Seen in Schottland. Der Ausblick ist wunderschön. Unser Ziel ist Fort Williams über Glencoe. Natürlich nehmen wir  wieder die etwas kleineren Straßen die auf jeden Fall schöner zu fahren sind und auch landschaftlich viel mehr hergeben. In Tyndrum auf dem West Highland machen wir Pause und gönnen uns das erste Mal Fish and Chips, einmal die schottische und einmal die englische Variante, beide waren sehr lecker. So nun kann es losgehen, wir sind gestärkt für die Fahrt in die ‘richtigen’ Highlands (ist so mein Empfinden, das sieht wahrscheinlich jeder anders). Auf geht's oder auch nicht! Die Route, die wir nehmen wollen ist gesperrt! Also auf die Umleitungsstrecke und Gas. Wir biegen irgendwann rechts ab auf unsere erste Single Track Road, die ist total super zu fahren und landschaftlich echt ein Leckerchen, einfach nur genießen. Wir kommen am Ende auf die eigentlich gesperrte Straße und hoffen das es klappt, weil keine Baustelle oder ähnliches in Sicht ist. Wir fahren weiter und höher in die Highlands und dann kommt die Landschaft die ich erwarte. Die totale Weite und die Moorlandschaft, einfach fantastisch, allerdings ist es nun auch echt kalt geworden. Isa ist hin und weg. Weiter geht es, Glencoe, auch das Tal der Tränen genannt, ist in Sicht. Leider passiert das, was nicht hätte passieren sollen. Oben angekommen steht wieder die Polizei und sperrt die Straße. Wir bekommen die Info, das es noch einige Stunden dauern kann und wir besser die Umleitung über die 85 nehmen sollen. Während des Gesprächs machen wir dann auch Bekanntschaft mit gefühlten 3 Millionen Midges, Plagegeister die nett zubeißen. Glencoe ist leider erst einmal gestorben, weil da unten kein Campingplatz ist und der Sprit langsam zur Neige geht. Also erst mal zurück nach Tyndrum, tanken und etwas einkaufen. Natürlich auch ein Kampfmittel gegen die Midges, auf dem Weg nach unten hat es mich schon überall im Gesicht gejuckt. Mir war allerdings nicht klar, ob ich mir das einbilde oder ob die Viecher wirklich gebissen haben. Weiter geht es auf die 85, von der wir einen Teil ja heute schon einmal gefahren sind. Da es schon halb sieben ist sehen wir zu, das wir ein Nachtlager finden. Das tut sich in Benderloch auf. Dort finden wir ein Plätzchen auf einer Weide mit sehr nettem Empfang. Baut euer Zelt auf kostet 7 Pfund Toiletten und Waschräume findet ihr gegenüber. Das Ding nennt sich Seaview Caravan and Camping Park. Nach dem Aufbau war nun erst mal entspannen angesagt, ein bisschen Tagebuch schreiben und ab ins Bett. Unser Tagespensum belief sich auf 290 km.

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Tag 2

Es ist 6:30 und die Nacht ist rum. Die Geräusche während der Nacht waren echt gewöhnungsbedürftig aber wir haben trotzdem ganz gut geschlafen. Erst mal  wach werden und dann einen Kaffee in der Kajüte.... wo kocht man Wasser auf ohne das der Feueralarm angeht? Natürlich im Bad, was sich so Bad nennt auf einer Fähre. Nachdem das alles geklappt hat geht es rauf auf Deck um, natürlich, ein Zigarettchen zu rauchen. Leider ist es bewölkt und relativ windig, aber nichts desto trotz freuen wir uns auf sie Ankunft in Newcastle. Die letzten Klamotten gepackt ist es endlich soweit. Wir legen an und laufen unter Deck um die Motorräder startklar zu machen, heißt Gurte ab, Taschen festzurren und verstauen usw. Wir unterhalten uns noch mit einer Remscheider Truppe und treffen auch unseren Schotten wieder, der ganz entspannt sein Ding macht. Leider weiß ich seinen Namen immer noch nicht.  Nun ist es wieder soweit, ich hab meinen Kloss im Hals weil Abfahrt über die Rampe um hier rauszukommen. Natürlich hat es geklappt, bin halt dies bzgl. etwas bescheuert. Und nun?   Erst mal auf dem Parkplatz organisieren und von allen verabschieden. Den Namen meines schottischen Freundes weiß ich immer noch nicht, aber ich weiß in welchem Ort er wohnt?! Und nun geht es los unsere Köpfe schreien links fahren, links fahren und noch einmal links fahren. Wir haben beide die Panik, dass das irgendwie schief geht aber hoppla... ist gar nicht so schwer. Man gewöhnt sich echt schnell an den Linksverkehr. Uselig ist es im Kreisverkehr. Nun erst mal raus aus Newcastle. Wir halten uns Richtung Glasgow und schauen mal was passiert. Da wir nicht nur Autobahn fahren wollen, gehen wir auf die kleineren Straßen und fahren über Harwick und Peebles und sehen schon eine sehr schöne Landschaft bei relativ kleinen Straßen. Das Wetter spielt gut mit, es sieht zwischenzeitlich zwar nach Regen aus aber wir haben Glück... kein Tropfen fällt vom Himmel. Da nun schon einige Stunden rum sind und der Abend näher kommt müssen wir mal nach einem Supermarkt Ausschau halten und siehe da, wir finden einen Lidl, der Sonntags geöffnet hat. Also erst mal das Abendmahl versorgen, was aus zwei Steaks, etwas Brot und einigen Dosen Bier besteht. Der Rest ist vorhanden. Danach landen wir auf einem sehr netten Campingplatz in Aberfoyle, Trossachs Holiday Park. Die Besitzer sind Engländer und vor 3 Monaten nach Schottland ausgewandert. Sehr nette Leute. Zelt aufbauen kein Problem, dank Übung im Garten zu Hause. Nach knapp einer halben Stunde stand alles und wir konnten uns um Essen kümmern. Wir haben den Abend sehr entspannt ausklingen lassen und sind dann um 10:00 wieder mal zufrieden ins Bett bzw. Auf die Matratze in den Schlafsack gefallen.

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Tag 1

7:00 Uhr morgens, fröhlich sind wir aufgewacht um später voller Vorfreude zu starten. Nachdem wir uns in Ruhe einen Kaffee gegönnt haben bricht bei mir die Nervosität durch. Magenfaxen machen sich bemerkbar, im Kopf noch einmal alles durchgehen und Markus mit meiner Nervosität anstecken..... hat geklappt, auch er hat nun ein flaues Gefühl in der Magengegend. Aber egal, nun müssen wir durchziehen. Um ca. 9:30 starten wir durch Richtung Tanke und ich bin etwas verwirrt, weil ich gerade fahre wie ne Oma. Das Motorrad ist doch ganz schön schwer. Ich sag mir ruhig Isa das wird gleich schon und so war es dann auch. Erst mal auf die 46 und knappe 300 km Autobahn bis nach Amsterdam wo unsere Fähre nach Newcastle abgeht. Nun kam die nächste Hürde, ich musste mich um die Formalitäten kümmern und meine Englischkenntnisse prüfen, aber kein Problem, das einchecken war total stressfrei. Die Motorradfahrer wurden alle auf eine Seite geschickt um zu warten und schon hatten wir den ersten Kontakt mit einem sehr netten Schotten. Dieser kam gerade aus Rumänien und wir haben uns direkt sehr gut unterhalten. Somit waren auch meine Sorgen bzgl. der Sprachbarriere recht schnell verflogen. Er gab uns einige Tipps für Schottland die wir auf jeden Fall umsetzen werden. Leider haben wir ganz vergessen unsere Namen auszutauschen, ich hoffe, das morgen früh nachholen zu können. Nun war es soweit, wir konnten auf die Fähre und ich hatte wieder den Megakloss im Hals vor lauter Schiss, nicht anständig da drauf zu kommen. Das ist jedes Mal ein Angang für mich, weil eng, scheiß Untergrund usw.. Also das Nummernschild von Markus vor Augen und hinterher. Nachdem ich auch das geschafft habe war Markus dran die Motorräder zu sichern und das bei gefühlten 40 Grad unter Deck. Zur Belohnung gab es eine Kabine, lockere Klamotten und natürlich ein AKB (Ankunftsbier). Jetzt war erst mal runterkommen angesagt und das hat gut geklappt, denn Dank des guten Wetters saßen wir auf Deck mit unserem Bierchen bis zum Sonnenuntergang. Somit ist unser erster Urlaubstag vorbei und wir sinken zufrieden und entspannt in unsere Betten und freuen uns auf den morgigen Tag.

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Tag 0

Der Abend vor der Abreise, die Aufregung steigt. Die Motorräder und Taschen sind gepackt, was schon einiges an Nerven gekostet hat. Aber das Ding ist jetzt durch. Nun gibt es noch eine Pizza und dann ab ins Bett mit den Gedanken an unsere Schottlandreise. Morgen früh um zehn geht es los nach Amsterdam um die Fähre nach Newcastle zu nehmen. In diesem Sinne erst einmal gute Nacht.

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