Samstag 09.09.2017 bis Montag 11.09.2017

Endlich ist es wieder so weit, wir haben Urlaub und es liegt diesmal eine Reise nach Irland an. Nach unserer großen Tour fehlt uns Irland noch um Europa komplett bereist zu haben. Diesmal starten wir den Versuch, das Reisemobil und die Motorräder unter einen Hut zu bringen. Mal sehen, ob uns das gelingt. Die Vorbereitungen sind die Üblichen, Auto packen und Motorräder auf den Hänger verfrachten und sichern! Samstag morgen geht es dann los nach Frankreich wo wir nach ca. 500 km das erste Etappenziel erreichen. Wir haben uns einen netten kleinen Campingplatz nah am Meer ausgesucht, in Brighton Les Pins. Das Wetter ist bei unserer Ankunft echt noch super, also Tisch und Stühle raus und ein AKB, was wir in der Abendsonne genießen können. Anschließend geht es quer Feld ein durch die Dünen zum Strand. Es ist verdammt windig hier aber wunderschön. So kann man einen Tag gut ausklingen lassen. Da es inzwischen abends doch schon ganz schön kühl ist, wird das Abendessen nach innen verlegt und wie es sich gehört in Frankreich gibt es Baguette, Käse, Wurst und Rotwein. Sonntag morgen lassen wir es ruhig angehen, da das heutige Etappenziel nur 350 km entfernt ist. Wir fahren durch die geschichtsträchtige Normandie und beenden die zweite Etappe in Utah Beach auf einem Campingplatz des gleichen Namens. Nach Einnehmen unseres Platzes geht es natürlich direkt wieder zum Strand, wo Monumente des zweiten Weltkrieges zu besichtigen sind. Natürlich alles nur in Französisch und Englisch beschrieben, die Deutschen waren ja schuld...Sehr interessante Ecke. Die Normandie kann man sich also auch einmal als ausgedehnteres Reiseziel vornehmen, es gibt viel zu sehen. Das Wetter hat sich zu Aprilwetter entwickelt, Sonne und Regen im Wechsel bei ca. 16° bis 18°. Heute morgen konnte ich einen Regenbogen fotografieren und war direkt zufriedengestellt. Wir haben noch ca. 40 km bis zum Hafen von Cherbourg und machen uns gegen Mittag auf den Weg um am Hafen auf den Check-in zu warten. Währenddessen sitze ich gerade hier und nutze die Zeit zum Schreiben Die Wartezeit ist sehr schnell umgegangen und die Aufffahrt, der Check-in ist super gelaufen. Wir suchen unsere Kabine auf, bewaffnet mit ein bischen was zu essen und mit unserer "Senseo" (Gold wert, kann ich euch sagen!!). Mit einer halben Stunde Verspätung starten wir in See und schauen mal was passiert. Da ich ja ein Glückskind bin, schlug das Wetter um und es ging eine steife Brisre, heisst......recht starker Seegang, gefühlte 3 Atü auf der Backe beim Spazierengehen an Board und kodderich wurde es mir auch noch! Somit habe ich von 18 Stunden Überfahrt ca. 12 Stunden geschlafen...alles gut!

 

Dienstag, 12.09.2017

Wir haben eigentlich echt gut geschlafen und heute morgen ist unsere Kaffeemaschine der Burner! Es gibt ja tatsächlich so Sachern, für die man zu geizig ist und dazu gehört ein Kaffee für 4,- Euro auf ner Fähre! Der Kapitän hat über Nacht Gas gegeben und wir sind pünktlich in Rosslare angekommen. Was ist das erste Gebot, wenn man nach Irland / Schottland / Grossbrittanien reist? Linksverkehr, Linksverkehr und noch einmal Linksverkehr!!! Also Linksverkehr im Kopf und los geht es. Das Wetter scheint uns hold zu sein, hält aber leider nicht lange an und das typische Irland-Wetter holt uns ein. Sonne, Regen und das im 15 Minuten Modus. später dann Dauerregen. Nun gut, jetzt sind wir auf der Insel und müssen dadurch. Wir haben noch knappe 300 km vor der Brust bis zu unserem ersten Start-Point. Der liegt in Ballylickey und heisst Eagle-Point-Camping. Ein sehr schöner Campingplatz, Terassenförmig aufgebaut und in einer Bucht gelegen. Das Personal an der Rezeption ist sehr freundlich und gibt uns eine Menge Tips für unsere geplanten Touren.Leider ist das Wetter gerade echt beschissen und wir können unsre Mototrräder nicht abladen oder unser Vorzelt aufbauen. Es macht sich Frust breit! Aber hilft ja nix, da müssen wir durch und das Beste draus machen! Also duschen gehen, Kartoffelsalat und Bratwurst zum Abendessen, 3 Bier und schlafen gehen, mal sehen, was der morgige Tag zu bieten hat?!

 

Mittwoch, 13.09.2017

Der Morgen beginnt vielversprechend, strahlender Sonnenschein zum Frühstück, eine bomben Aussicht und alles ist gut. Heute steht Hausbau auf dem Plan und wir packen es an. Da wir in Irland sind, macht uns das Wetter leider wieder einen Strichdurch die Rechnung. Nach dem Start, das Vorzelt aufzubauen scheppert es natürlich wieder los. Im Endeffekt geht es 15 minütig mit dem Aufbau weiter, weil es regelmäßig anfängt zu schütten. Bis 14:30 haben wir es dann endlich geschafft, das Vorzelt steht und wir sitzen im Trockenen. Der Tag ist nun leider schon gelaufen, zumindest, was das Motorradfahren betrifft. Ehrlich gesagt machen wir uns ein wenig Sorgen, ob das mit den Rädchen alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber...geht nicht gibt es nicht! Um nicht den lieben langen Tag auf dem Campingplatz abzuhängen, entscheiden wir uns für einen Spaziergang nach "Bantry", viel zusehen gab es leider nicht aber dafür haben wir 10 km abgerissen (zu Fuß!!!!)Und.......das Wetter hat auch mitgespielt!Wieder am Campside haben wir uns ein Bierchen, Weinchen verdient undsind ziemlich kaputt. Jetzt noch lecker Abendessen bei strömenden Regen inunserem feinen Vorzelt, den Tag dokumentieren und ab ins Bett.

 

Donnerstag, 14.09.2017

Es ist halb neun und fröhlich sind wir aufgewacht. Wie sollte es anders sein.....es regnet zur Abwechslung mal wieder. Da wir uns aber fest vorgenommen haben, die Motorräder zu bewegen, harren wir der Dinge, die da kommen. Ersteinmal Brötchen holen und in Ruhe frühstücken, das mit dem Wetter wird schon. Gegen halb elf klart es endlich auf und wir machen uns los, bevor sich wieder eine Wolke über uns entleert! Wir fahren heute den "Wild AtlanticWay" Richtung Norden, die "Beara Runde". Leider folgen uns die dunklen Wolken und lassen sich immer wieder genau über uns aus. Unsere Motorradklamotten sind auch nicht mehr richtig wasserfest, was sich mit der Zeit mit einem nassen Hintern bemerkbar macht. Unsere Tour führt uns über"Glengarriff" nach "Castletownbere" bis zur äußeren Spitze, wo die Cable Car Bahn rüber nach "Dursy Island" führt. Vertrauenswürdig kam sie uns allerdings nicht rüber, wahrscheinlich sind wir einfach nur zu schissig!😝��Weiter geht's an der Küste entlang über"Allihies", "Eyeries" und "Ardgroom" und die Sonne scheint sich auch inzwischen durchgekämpft zu haben. Die Strassen sind zwischenzeitlich ganz schön schmal und haben wenig Buchten zum Ausweichen. Da sind wir natürlich mit den Motorrädern besser unterwegs als mit dem Auto. Muss ja schliesslich einenVorteil geben, wenn man mit einem nassen Hintern durch die Gegend fährt. Guter Dinge, weil endlich Sonnenschein, begeben wir ins in Richtung "HealyPass". Was soll ich sagen, hier am Fusse des Passes kriegen wir nocheinmal einen richtigen Regenguss ab und sind total begeistert. Augen zu und durch heisst es da. Der Pass ist nett zu fahren und zur Belohnung kommt das schöne Wetter doch noch zurück! In"Glengarriff" legen wir noch eine kleine Pause ein und machen uns dann auf zum Campingplatz. Wir sind einigermassen kaputt und auch etwas durchgefroren, also erst einmal einen leckeren Kakao mit Schuss und alles ist wieder fein. Man sagt, das Irland das Land der Regenbogen ist, heute habe ich 4 davon gesehen....In diesem Sinne sage ich bis morgen.

Freitag, 15.09.2017

Gestern Abend haben wir noch Krisensitzung gehalten und beschlossen, dass wir heute abbauen und weiterziehen. Unser Plan, Camper und Motorräder unter einen Hut zu bringen, scheint zu scheitern. Somit ist umdisponieren angesagt. Neuen Platz suchen, den Trailer stehen lassen und mit dem Wagen die Gegend erkunden. Nach einem leckeren Müsli sind wir gestärkt und packen es an. Da gerade die Sonne scheint, gestaltet sich der Abbau von Vorzelt und das Aufladen der Motorräder einigermassen angenehm und gegen Mittag verlassen wir diesen schönen Campingplatz und machen uns auf nach "Tralee". Nach ca. 100 km unspektakulärer Fahrt und einem Lidl-Einkauf kommen wir am "Woodland Caravan und Camping Park" an und richten uns halbwegs häuslich ein, heisst.....ohne Vorzelt. Gebucht wird erst einmal für 2 Nächte, dann schauen wir weiter. Markus macht die Vorhut zur Dusche und nach deuten des anschliessenden Gesichtsausdruckes werde ich wohl mal wieder auf die Dusche verzichten. Zur Erklärung, ich bin eigentlich kein sogenannter Warmduscher, aber mit einer Pipiläu-Dusche komme ich mal so garnicht zurecht. Da nehme ich lieber den altbekannten Waschlappen und blockiere unser schönes, kleines und warmes "Badezimmer". Gesagt, getan und anschliessend schnell ein paar Nudeln mit Sauce gemacht. fertig für heute!

 

Samstag, 16.09.2017

Heute steht der "Ring of Kerry" auf dem Programm, das Wetter sieht zwar gut aus aber wir fahren mit dem Wagen. Wir starten Richtung "Killorglin" und besuchen das "Ballymalis Castle", na ja, das, was davon übrig ist. Wie Markus immer sagt, waren das wieder einmalkaputte Steine. Aber...es gab einen kleinen wissen Hund, der dort wohl der Chefist, zumindest dem Markieren nach zu urteilen. Weiter geht es an der Küsteentlang, runter nach "Knights Town". Von dort kann man eineBoots-Tour buchen, um Seehunde zu sehen, haben wir aber nicht getan. Da wir von unserer grossen Tour sehr verwöhnt sind, was Sehenswürdigkeiten betrifft, haben wir oft Angst, auf solchen Touren enttäuscht zu werden. An der äußeren Spitzeentdecken wir die "Holy Bay" und haben Glück, denn dort tummeln sich zwei Delphine und wir können ein paar Schnappschüsse ergattern. Weiter geht es über "Waterville" (wieder ein Städtchen mit Souvenirs....) nach"Sneem". Leider erweckt zwischendrin nichts unser Interesse. In"Sneem" machen wir allerdings dann eine Halt und spazieren durch diese nette, kleine und vor allem aus bunten Häusern bestehenden Örtchen. Erfolghaben wir in sofern, dass Markus eine original irische Tweedmütze gekauft hat, die ihm echt gut zu Gesicht steht, wie ich finde! In "Sneem" gibt es einen Stadt-Stell-Platz für Wohnmobile, direkt am Fluss, zwar ohne Strom etc. aber sehr zentral gelegen. Dort könnte man duchaus eine Nacht verweilen und im Städtchen essen gehen oder eine der sehr urig aussehenden Pubs besuchen. Unser nächster Halt ist in "Kenmare", auch wieder ein sehr uriges und gemütliches Städtchen, wo ich aber gerne eine der ältesten und größten "Stone circles" von Irland besichtigen möchte. Da Markus meine Liebe zu " Highland-Romanen"! kennt, würde er dieses niemals boykottieren! Nach dreimaligem um den Pudding fahren, haben wir den Steinkreis dann auch gefunden. Natürlich nichts Spektakuläres, wenn man nicht daraufsteht, halt ne Menge Steine im Kreis angeordnet. Ich fand es toll! Mit diesem Abschluss geht es zurück nech "Trallee". Ich gehe natürlich nicht duschen sondern nutze mal wieder meine Indoor-Wellness-Oase und somit ist unser Tag sozusafgen beendet. Ihr könnt, glaube ich, schon herauslesen, dass unsere Euphorie rechtgedämpft ist....

 

Sonntag, 17.09.2017

Neuer Tag, neues Glück!

 

Heute geht es auf die "Dingle-Peninsula". Wir stehen uns schon fast im Hals, weil wir uns die Motorräder für den Moment abgeschminkt haben, denn die Sonne scheint und die Temperaturen sind angenehm. Aber wir lassen uns auch heute nicht beirren und fahren mit dem Camper!!

 

Auch hier erwarten wir nicht allzuviele Highlights und fahren den "Dingle-Way" Richtung Dingle Stadt. Dort angekommen verweilen wir eine ganze Zeit im Hafengelände und Städtchen, was sehr gepflegt ist und...das Wetter ist heute der Burner!! Nach einem zweiten Frühstück mit toller Aussicht geht es weiter an der Küstenstrasse und die ist super! Noch den ein oder anderen Strand mitgenommen und wir sind echt begeistert. Auf dem Rückweg wollen wir gerne den "Connor-Pass" mitnehmen, allerdings sagt dieser vor dem Herauffahren eine Breite von 1,8m und 2,0t an und wir googeln mal eben nach Erfahrungsberichten. Ergebnis: Isa sagt nein und Markus fügt sich!

 

Entspannt und guter Laune fahren wir zum Standort und sind heute echt begeistert. Zum Abschluss für einen wunderschönen Tag gehen wir in die Stadt und suchen das "Kirbys Brogue Inn" auf. Das ist ein sehr nettes Pub mit sehr gutem Essen mitten in "Tralee". Wir entscheiden uns jeweils für einen Burger und sind absolut begeisteret, total lecker, sehr nette und zuvorkommende Bedienung und Preis/Leistung ist auch völlig in Ordnung. Dazu 2 Guiness und alles ist feini!

 

Vollgefressen und glücklich wandern wir gen Wohnmobil und lassen den abend mit einem Absacker ausklingen. Gute Nacht liebe Leute, wir hören, lesen uns morgen wieder.

 

Montag, 18.09.2017

 

Guten morgen, wieder einmal ist Zeit zum Abreisen. Wir begeben uns zum Fährhafen "Tarbert", um mit der Fähre über den "Shannon" in Richtung "Doolin" zu reisen. Man hätte natürlich auch den Bogen fahren können, wären aber ca. 120 km mehr Strecke gewesen. Also Fähre, Kostenpunkt 29,-

 

für WoMo mit Hänger und 20 Minuten Überfahrt. Alles ist gut, Zeitersparnis hat funktioniert. Wir machen die Küstenstrasse bis "Doolin" und kommen an den "Cliffs of Moher" vorbei. Es ist um die 15:00 Uhr und hier boxt grad der Bär, Busse en masse, die völlige Abfertigung mit Reisebussen etc.pp. Begeisterung sieht anders aus, aber egal, wir sichern unser Campside und machen mal wieder das Beste daraus. Ein kleiner Spaziergang am abend auf dem "Burren", einer kargen Kalksteinlandschaft ist echt entspannend. Runtergefahren und entspannt begeben wir uns wieder zum Campside, geniessen die Abendsonne und kümmern uns um das Abendessen. Mein hauseigener Sternekoch Namens "Markus" grillt lecker Hähnchenbollen und ich kümmere mich um das "Drum herum". Abendessen ahoi, gemeinsam spülen gehen, das festigt die Beziehuntg!

 

Jetzt geniessen wir den abend noch mit Schreiben, einem leckeren Wein und Schnäpschen und einem bischen Blödsinn kallen. Alles ist fein, einen schönen abend noch und wir hören oder sehen uns morgen wieder.

 

Dienstag, 19.09.2017

 

Heute stehen die "Cliffs" auf dem Programm, es ist relativ und kühl aber weningstens trocken.

 

Wir nehmen den "Burren Way" und wandern ca 8 km an den Klippen entlang, was echt Spaß macht. Nach knapp 2 Stunden haben wir die "Cliffs of Moher" erreicht und sind recht angetan, wie gigantisch solche Steilklippen doch rüberkommen. Es bläst ein ziemlicher Wind hier oben und es gibt doch immer wieder einige Idioten, die ihr Glück herausfordern, indem sie sich sehr nah an den Rand begeben oder wild hin- und her klettern. Unser Timing war perfekt, denn jetzt fängt es leider doch wieder in Strömen an zu regnen. Also noch  das Visiting Center mitnehmen und anschließend mit dem Paddybus wieder zurück zum Campingplatz. Erst einmal aufwärmen und dann startklar machen um ins nächste Pub zu marschieren. Das "Gus O'Connor's Pub" ist super gut besucht und wir gönnen uns erst einmal ein Guiness! Anschließend noch eine echt leckere Tagessuppe mit Brot, damit wir die zweite Runde Bier verkraften. Es ist gemütlich hier und die Live-Musik trägt noch zu unserem Wohlbefinden bei. Gegen elf machen wir uns wieder auf und sehen der Augenpflege entgegen.

 

Mittwoch, 20.09.2017

 

Guten morgen liebe Laune, lass es regnen, lass es regnen. Es gießt mal wieder in Strömen und die nächste Krisensitzung ist angesagt. Wir beschließen, ins Landesinnere zu fahren weg von der Küste! Ehrlich gesagt haben wir die Schnauze voll von schlechtem Wetter mit endlos Regen, ist schlimmer als in Wuppertal und das will was heißen! Wir begeben uns nach "Tipperary" zum "Glen of Aherlow". Diesen Tip hatten uns Iren auf dem Camingplatz in "Tralee" gegeben. Trotz des schlechten Wetters, Dauerregen den ganzen Tag, gefällt uns die Umgebung hier sehr gut. Der Betreiber des sehr gepflegten Campingplatzes ist sehr herzlich und wenn gleich noch die Duschtemperatur stimmt, dann bin ich sowas von glücklich!!! Draußen sitzen ist ja leider nicht, deshalb machen wir es uns im Camper erst einmal gemütlich und dann kommt die Stunde der Wahrheit...die Dusche....und die ist genial! Isa hat richtig heißes Wasser und damit ein Grinsen vom rechten zum linken Ohr im Gesicht! Zufrieden wird das Abendessen zubereitet und der Abend beendet.

 

Donnerstag, 21.09.2017

 

Heute morgen werden wir mit Sonne pur verwöhnt, sogar soviel, dass wir draußen im T-Shirt Kaffee trinken können. Es ist kaum zu fassen, das ist so ca. der zweite Tag mit richtig schönem Wetter, zumindest für den Moment. Ihr hört schon raus, daß die Motorradtouren leider ausgefallen sind, was sehr schade ist. Da wir aber morgen schon wieder Richtung Fähre unterwegs sind, laden wir die Rädchen heute auch nicht mehr ab. Sightseeing ist angesagt, ein paar alte Gemäuer und "kaputte Steine" anschauen, wie Markus immer so nett sagt.

 

Auf geht es nach "Cahir", dort besichtigen wir das Castle mit gleichem Namen. Davor ist ein Weiher mit Schwänen, Gänsen und Enten, was natpürlich mal wieder ein gern genommenes Fotomotiv für Isa hergibt. Das Castle soll eins der ältesten und besterhaltenden von ganz Irland sein. es ist irgendwie schnukkelig und wirklich sehr gut erhalten. Markus und ich waren der Meinung, daß so ein Leben in einem Schloss bestimmt ganz nett wäre aber die Chancen zum Kauf standen echt schlecht. Anschließen ging es zum "Swiss Cottage", wie es von den Iren genannt wird, wie auch das Castle damals im Besitz der Familie "Butler" und 1810 erbaut. Dieses Cottage ist echt ein Hingucker, alle Fenster sind verschieden in Größe und vor allem Form, es hat ein Reetdach und wurde eigentlich nur zum angeben gabaut. Gewohnt hat dort in 150 Jahren nie jemand, es wurde lediglich für Empfänge und Parties genutzt. Die Küche war nur zum Tee kochen da. Verschwendung! Auch dieses Häuschen mit einem sehr schönen Garten/Park drumherum fände ich als Wohnsitz ganz cool.

 

Die nächste Station ist "Cashel", dort thront der "Rock of Cashel" auf einer Anhöhe aus Kalkgestein. Dort gibt es ein Kloster, einen Rundturm und eine romanische Kappelle aus dem 12. Jahrhundert. Beherrschend auf diesem Felsen ist allerdings die Kathedrale im gotischen Stil aus dem 13. Jahrhundert. Alles in allem ein recht interessanter Ort. Hier holt uns mal wieder ein Schauer ein, der aber schnell wieder verschwunden ist und die Sonne durchläßt. Somit ist der Tag gut rum gegangen und wir fahren wieder zum Campingplatz. Dort haben wir tatsächlich nach einem weiteren Schauer noch die Chance, Abendsonne zu geniessen und den Grill anzuwerfen. Begeisterung pur! Gemütlich, wenn auch später wieder ziemlich frisch, bringen wir den Tag zu Ende. Gutes Essen, lecker Bierchen und Cider, alles gut!

 

Freitag, 22.09.2017

 

Letzte Nacht sind wir mit sternenklarem Himmel ins Bett gegangen und später wach geworden, weil es stark regnete und sehr stürmisch war. Auch beim Aufstehen hat sich das Wetter leider nicht gebessert. Wir trinken in Ruhe Kaffee, besuchen ein letztes mal die Dusche und packen langsam zusammen. Zahlen muss auch noch sein und wir verabschieden uns von unserem sehr, sehr netten Campinplatzbetreiber. Später geht es nach "Rosslare" zum Hafen um heute abend die Fähre nach "Cherbourgh". Somit ist unsere Irlanderkundung wohl vorbei!

 

Wir sind recht früh dran und verbringen mal wieder einige Zeit am Hafen, die ich zum Schreiben nutze. Pünktlich um 21:30 Uhr starten wir bei moderatem Seegang, verbringen noch ein Stündchen auf Deck und gehen dann Nickern. Die Nacht endet um halb Zehn und ein Blick aus dem Fenster verwöhnt uns mit strahlendem Sonnenschein. In einer windgeschützten Ecke auf Deck können wir sogar die Jacken ausziehen, so angenehm warm ist es. Das haben wir die letzten zwei Wochen echt vermisst. Ankunft und Abfahrt von der Fähre verläuft ohne Zwischenfälle und wir treten den Heimweg an.

 

Markus fährt komplett durch und nach zehn Stunden sind wir wieder zu Hause.

Noch ein Bierchen zum Abschluß und ab in die Betten.

Fazit:

 

Die grüne Insel ist total treffend. Unser Plan, Wohnmobil und Motorräder zu kombinieren ist leider gescheitert. Irgendwie hat mal so gar nix gepaßt wie geplant. Auf Regen waren wir natürlich eingestellt, allerdings waren von 10 Tagen 8 Tage Dauerregen definitv zuviel!Die Highlights, von der alle so begeistert sind, haben wir uns angesehen....Mir persönlich hat das Landesinnere in den letzten Tagen wesentlich besser gefallen, mit etwas besserem Wetter wäre auch das Motorradfahren nicht zu kurz gekommen, hat aber leider nicht sollen sein! Vielleicht sind wir auch zu sehr von Schottland geschädigt, ich weiß es nicht. Irland ist sehr schön, mir nicht geschichtsträchtig genug aber das ist meine Meinung. Die Campingplätze hier sind sehr gepflegt, dafür Daumen hoch! Sollten wir uns noch einmal für Irland entscheiden, dann wird die Sache anders angepackt, so hat es leider zwischenzeitlich mächtig gefrustet. Vielleicht ist der September auch nicht der beste Monat. Wir werden sehen......... Aber eins möchte ich zum Schluss noch betonen: Die Iren sind extrem nette und freundliche Menschen, dafür Daumen hoch und 5 Sterne!