Kroatien 2018

Lange ist nichts gelaufen auf unserer Seite. Zum einen ist nichts passiert und zum Zweiten hatte ich wenig Zeit und keine Lust zu schreiben.

 

Jetzt ist es wieder soweit und wir berichten über unseren Kroatien Urlaub vom 07.09.2018 bis 02.10.2018

Freitag, der 07.09.2018....Endspurt! Noch einen halben Tag arbeiten und heute Mittag geht es los. Geplant ist die Anreise nach Kroatien mit zwei Übernachtungen, bei denen wir uns mit Freunden aus Wuppertal treffen, die nach Italien fahren. Camper und Hänger haben wir bereits im Laufe der letzten Woche gepackt.

Ja...Hänger! Ein Freund von uns fragte, ob wir umziehen oder in Urlaub fahren!?😅😅        Naja, wir nehmen Fahrräder, Kajak und die Vespa mit.....das Zeug muss ja schließlich irgendwo hin. Und da Camper und Hänger mit Motorrädern ziemlich schwer zu verbinden ist wenn man kein festes Basislager hat, versuchen wir es diesmal so. Wir werden sehen, wie es klappt.......             

Den ersten Stop wollen wir in Kitzingen machen und es dauert länger als wir uns gewünscht hätten. Der übliche Wahnsinn auf unseren Autobahnen 😠 aber um 20:00 Uhr haben wir unser Etappenziel endlich erreicht und die Küche im Restaurant auf dem Campingplatz hatte theoretisch schon zu (sch....e). Mit Augenklimpern und lieb fragen hat es dann doch geklappt und wir konnten den Abend mit unseren Freunden bei ein paar Bierchen gemütlich ausklingen lassen.

Am nächsten Tag geht es früh weiter nach Österreich zum Millstätter See. Diesmal läuft es wie geschmiert und wir kommen gegen 16:00 Uhr auf dem Campingplatz an und werden mit Bombenwetter belohnt. Wie immer gibt es jetzt das wohlverdiente AKB und wir warten auf die anderen. Nachdem unsere Freunde eingetrudelt sind genießen wir noch das schöne Wetter und machen uns auf den Weg in einen Gasthof, der uns empfohlen wurde. Bombastisches Abendessen!!!

 

An Tag Nummer drei trennen sich unsere Wege. Heute ist unser Ziel die Insel Cres. In Millstadt und Umgebung sehen wir Motorräder, hauptsächlich Harleys, ohne Ende. Am Faaker See ist großes Treffen. Bei dem Wetter hadern wir natürlich wieder einen Moment und hätten gerne unsere Maschinen dabei aber alles funktioniert nun Mal nicht. Wir fahren nach Slowenien und decken uns erst einmal für die Sucht mit Zigaretten ein und cruisen dann gemütlich durch die Landschaft. Am späten Nachmittag erreichen wir "Brestova" um mit der Fähre auf die Insel über zu setzen. Dort angekommen wollten wir auf dem Campingplatz "Kovacine" unser Lager aufschlagen.....hat nicht geklappt, die Wagen standen bis oben zur Hauptstraße und da wir keine Lust haben, hier stundenlang zu warten starten wir noch einmal durch und fahren einen Campingplatz (Camping Slatina) weiter. Hier bekommen wir einen recht schönen Platz, allerdings doppelt so teuer, wie der, den wir geplant hatten. Hier läuft die Hauptsaison noch eine Woche länger. Auf dem Camping ist alles vorhanden, Supermarkt, Restaurant etc., nur leider ist drum herum nix zu reißen. Heute Abend machen wir erst einmal gemütlich, trinken einen Wein, schmeißen den Grill an und genießen. Ein wenig Meerblick haben wir auch noch. Nach einer entspannten Nacht wird erst einmal gefrühstückt und der Platz inspiziert, vielleicht tut sich ja noch ein besserer Stellplatz auf. Bessere Plätze haben wir gefunden aber irgendwie ist es das nicht wirklich. Also die Vespa ausladen und los geht es zum ursprünglich geplanten Platz, der um die 20 km entfernt ist. Auf der Strecke ist nix außer einer Hauptstraße und Natur, was natürlich schon recht schön ist aber vom Platz aus ist zu Fuß nichts erreichbar, womit wir auf "Slatina" festsäßen. Am "Kovacine" machen wir uns erst einmal schlau und marschieren dann mit einem Platzplan los um für den nächsten Tag ein geeignetes Fleckchen zu finden. Da es nur ca. 1020 Stellplätze gibt, ist das eine echte Herausforderung! Die Wanderung dauert fast 2 Stunden aber wir haben doch einige Plätze gefunden, die uns zusagen. Meerblick haben wir uns abgeschminkt, man kann ja schließlich nicht alles haben. Zurück an der Rezeption machen wir einen Platz mit Reservierung für den nächsten Tag klar und sind guter Dinge, dass das die richtige Entscheidung ist. Für heute reicht die Anstrengung, es sind schließlich knapp 30°, wir fahren gemütlich mit der Vespa zurück und genießen den Rest des Tages mit nix tun.

 

Gestern haben wir bereits alles wieder in den Hänger gepackt und können heute recht früh nach Cres Stadt zum "Camping Kovacine" fahren. Unseren Platz können wir schnell einnehmen und richten uns häuslich ein. Jetzt kann die Erholung beginnen denn wir bleiben für eine Woche hier. Unser Stellplatz liegt zwar sehr nah am Waschhaus aber der Geräuschpegel ist sehr human und für mich ist eine nah gelegene Pipibox auch recht angenehm. Auch dieser Platz ist mit allem bestückt, Supermarkt, Restaurants, Café usw.. Was aber hier super ist, ist eine schöner Strand, eine Promenade die bis nach Cres Stadt führt und somit die Möglichkeit, abends auch einmal raus zu gehen. Wir sind mit unserer Entscheidung sehr zufrieden.

 

Die Woche gestaltet sich sehr schön, wir erkunden die nahe Umgebung mit dem Fahrrad und natürlich zu Wasser mit dem Kajak. Die Gegend ist phänomenal schön, beim Klettern sieht man supertolle Buchten, mit dem Kajak ebenfalls und das Meer ist so klar. Die Felsenküste zieht einen sofort in ihren Bann, herrlich. Nach 2 entspannten Tagen in Platznähe, setzen wir uns auf die Vespa und starten durch, um die Umgebung zu erkunden. Da stehen als erstes das kleine, autofreie "Valun" an. Der Ort ist sehr gemütlich, mit einem kleinen Hafen und gemütlichen Restaurants. Es gibt auch einen Campingplatz, der geht allerdings nur mit Zelt. Anschließend geht es weiter in südliche Richtung in das 4000 Jahre alte Städtchen "Osor". Es ist die älteste Stadt der beiden Inseln "Cres" und "Losinj". Damals unter den Römern eine Großstadt mit 20.000 Einwohnern, heute sind es nur noch 100. Es gab eine große Stadtmauer, Tempel, Paläste und ein Theater. Leider ist davon heute nichts mehr übrig. Im Bischofspalast gibt es ein kleines Museum, da habe ich aber gerade keine Lust drauf. Ich begebe mich, mit der Kamera bewaffnet, lieber in den Hof und schaue mir diesen schönen Platz mit seinen Bronzefiguren an. Diese erinnern an den Ursprung der Währung Kuna=Marder. 40 Marderfelle waren damals jährlich der Tribut, um sich von Venedig frei kaufen zu können.

 

Weiter geht es über die Drehbrücke, die die beiden Inseln verbindet nach "Losinj". Brücke ist eigentlich übertrieben, ich würde es eher als Brückchen bezeichnen aber das liegt ja immer im Auge des Betrachters. Im Ort angekommen, besuchen wir erst einmal den "Lidl" und kaufen ein wenig ein. Auch den benachbarten "dm" muss ich besuchen, weil eine Haarspange fehlt. Ja......so ist das mit den Mädels. Zwischendrin kommt noch ein Anruf meiner Mutter bei Markus rein, der natürlich sofort denkt, dass etwas passiert sei.....falsch.....eigentlich wollte sie meinen Dad anrufen.....😄😄. Anschließend fahren wir noch bis zum Ende nach "Mali Losinj", allerdings haben wir hier nicht allzu viel zu sehen, weil wir nicht wirklich runter zum Meer kommen. Irgendwie reicht es auch für heute. Also ab dafür, Rückweg antreten und unterwegs noch eine schöne Stelle zum Relaxen finden. Gesagt, getan...nach einer entspannten Pause fahren wir zu unserem Haus auf vier Rädern und machen uns einen schönen Abend.

 

Die nächsten 2 Tage verbringen wir wieder mit faulenzen, sonnen und Kajak fahren. Am Abend erkunden wir "Cres Stadt" und gönnen uns ein leckeres Abendessen und ein Glas Wein am Hafen.

 

Inzwischen sind wir schon gut runter gefahren, was nach einem harten Jahr auch dringend nötig war. Heute sind wir wieder im Vespa Modus und besuchen die 3500 Jahre alte Fluchtburgsiedlung "Lubenice", die auf einem Felsplateau hoch über dem Meer liegt. Die Siedlung ist sehr hübsch und ich bin wieder mit Kamera und Handy bewaffnet......manchmal hat man einfach nicht genug Hände um alles zu bedienen...und die Aussicht........einfach bombastisch!

 

Der nächste Ort ist "Beli", auch eine ehemalige Fluchtburgsiedlung. Auf dem Fels stehen dicht gedrängt die kleinen Häuser, dahinter geht ein steiler Pfad nach unten zum kleinen Hafen mit den winzigen Fischerhäusern. Ein sehr gemütliches und heimeliges Örtchen, dass zum Verweilen einlädt, was wir auch tun......einfach leben.....

 

Die Woche "Cres" ist nun fast rum und wir genießen noch einmal das Meer und die Sonne und beschließen die Zeit hier mit einer leckeren Pizza unten an der Promenade.

 

Heute geht es weiter. Das nächste Ziel sind die "Plitvicer Seen". Wir nehmen die Fähre nach "Krk" und fahren über die Verbindungsbrücke aufs Festland. Die Aussicht hier ist einfach toll, man muss es genießen und da wir ja auch nicht auf der Flucht sind, lassen wir es schon sehr gemütlich angehen. Unterwegs ist erst einmal wieder ein Großeinkauf angesagt, damit wir mit allem versorgt sind. Wir haben gelernt, dass man die Gunst der Stunde dafür nutzen soll, denn man weiß nie, wo man im Endeffekt landet. Nachdem der Kühlschrank wieder voll ist, der Wasservorrat aufgefüllt und für die Seele Schoki gebunkert wurde, machen wir uns wieder auf den Weg und fahren natürlich nur Landstraße. Nach einiger Recherche haben wir uns einen Campingplatz Namens "Bear II" rausgesucht. Ein familiengeführter kleiner und einfacher Platz, der aber nur 7 km vom Nationalpark entfernt liegt. Gegen Mittag erreichen wir diesen und sind zeitlich optimal unterwegs, denn gegen Abend wird es noch sehr voll. Als Glückskinder haben wir den besten Stellplatz mit freier Aussicht auf die Schafweide erwischt. Wie immer, ein Uhr mittags, gibt es ein AKB und dann faulenzen bis zum Abendessen. Heute ist wieder grillen angesagt. Wir gehen früh ins Bett und da der gute Vorsatz gilt, stellen wir uns den Wecker auf 6:00 Uhr morgen früh. Der Nationalpark öffnet um 7:00 Uhr.

 

Natürlich hat das mit dem ganz frühen Aufstehen nicht geklappt.....trotzdem wir um 8:30 am Eingang des Parks sind und freuen uns wie Bolle, weil wir gehört haben, dass es sich echt lohnen soll. Ich bewaffne mich natürlich sofort wieder mit Kamera und Handymaschine um reichlich Fotos zu schießen, wie ihr ja sehen könnt. Wir sind froh, dass wir so früh unterwegs sind, denn der Park wird im Laufe des Tages echt voll. Wahnsinnig viele Gruppen, davon 90% Asiaten ( Europa in 10 Tagen! ). Die machen teilweise Stunts für ein Foto, da fällt  einem alles aus dem Gesicht! Nun wieder zu uns, es gibt verschiedene Rundgänge und wir, die "Harten" mit gescheitem Schuhwerk, nehmen uns natürlich den längsten vor, 18500 Meter! Auf geht's! Was soll ich sagen, die Bilder sprechen für sich! Es ist ein wunderschöner Nationalpark und man ist konstant fasziniert. Da es regelmäßigen Wechsel von Sonne und Schatten gibt, bewältigen wir die Strecke bei ca. 30° und mit viel Wasser ohne Probleme in 6,5 Stunden. Zugegebenermaßen sind wir nachmittags auch echt im Arsch. Aber es hat sich gelohnt. Wer in der Ecke Kroatiens Urlaub macht, der sollte die "Plitvicer" auf jeden Fall als Pflichtprogramm nehmen. Wir marschieren nur noch zum Parkplatz, wo man mit 2 Rädern umsonst parken kann ( für Pkw's 10,-€ ) und düsen mit der Vespa gen "Heimat", schnell duschen gehen, Abendessen und schlafen.

 

Da wir gestern den NP ziemlich komplett abgegrast haben wenden wir uns heute unserem nächsten Ziel zu. Unsere Startzeit hat sich inzwischen auf ca. 10:00 Uhr eingependelt und auch heute geht das wieder auf. Ziel: "Krka Nationalpark"! Diesmal recherchiere ich unterwegs und finde auch einen Campingplatz, der 2,5 km von einem der Eingänge des NP's entfernt ist, also wieder ein optimaler Ausgangspunkt. Wenn ihr denkt, dass wir riesig Kilometer schießen, nein...es beläuft sich manchmal nur auf knappe 100 km. Genau das ist "REISEN“!!!! Wieder kommen wir zur Mittagszeit auf unserem Campinglatz Namens "Camp Krka" an, der liegt zwischen "Lozovac" und "Skradin". Es ist ebenfalls ein recht kleiner und sehr sauberer Platz, der familiengeführt ist. Die Leute dort sehr nett, vor allem die Schwiegertochter, eine ganz liebe, die auch sehr gut deutsch spricht, eigenes Restaurant mit überschaubarer Karte, aber sehr lecker! Der hausgemachte Rinderbraten ist echt zu empfehlen. Heute Abend ist der Braten aber leider aus, weil irgendeine Gruppe vorbestellt hat. Ich gönne mir eine Schinken/Käseplatte, natürlich aus der Region, mit frischem Brot und Oliven und Markus nimmt Cevapcici. Beides sehr lecker und reichlich. Vor unserem Camper gibt es noch ein Abschluss Bier bzw. Wein mit Antimückenspiralen unter dem Tisch, damit die Viecher gar keine Bock auf uns haben und dann geht es ins Bett.

 

Heute geht es wieder mit der Vespa los. Das Ding ist echt Gold wert! Wir fahren zum NP Eingang, der die Wasserfälle verspricht. Erst einmal ein Fußmarsch von 1,5 km auf Schotterweg abwärts, wir könnten natürlich auch mit dem Shuttle fahren aber wie schon gesagt, wir nehmen alles mit! Der Pfad für den Park ist sehr schön angelegt, ist alles nicht so spektakulär wie die "Plitvicer" aber auch wunderschön. Macht euch selbst ein Bild. Die Runde ist heute nicht so lang, also fahren wir noch ein bisschen in der Gegend rum und finden noch einige interessante Ecken. Kroatien ist natürlich ziemlich felsig aber das hat was sehr imposantes! Ich möchte als nächstes gerne "Zadar" sehen aber nachdem wir mit unserem Nachbarn auf dem Campingplatz gesprochen haben, entscheiden wir uns für einen Zwischenstopp am Fluss. Er hatte den Tipp ebenfalls irgendwo auf seiner Tour bekommen und gab ihn an uns weiter. Gesagt... getan! Heute machen wir uns auf zum Fluss "Zrmanja" auf den Campingplatz "Muskovci"

 

Die Anfahrt, geführt von Google läuft super, allerdings kommen wir von der falschen Seite rein. Wir sehen den Platz und kommen nicht ran.........vor uns gibt es eine Brücke, was nicht unbedingt das Problem sein muss aber das Ding ist zu niedrig! Wenden! Ach du liebe scheiße, keine Chance! Auf dieser Seite gibt es Bungalows, die vermietet werden und wir haben Glück, dass der Vermieter dieses Problem schon kennt. Markus wird gerade schon ein wenig pissig und mault rum, mit wem? Mit mir natürlich, das ist in solchen Situationen normal, legt sich auch wieder. Den Hänger haben wir schon abgehängt und vor dem Tor geparkt, der Vermieter ist so lieb und macht das elektrische Tor auf, damit wir drehen können. Diese Aktion ist laut seiner Aussage Standard, die meisten Leute kommen auf der falschen Seite an. Er erklärt mir den Weg in englischer Sprache, deutsch funktioniert in dieser Ecke nicht wirklich und nach erfolgreicher Drehaktion fahren wir den ganzen Weg zurück und machen den Bogen zur anderen Seite, kostet uns eine dreiviertel Stunde, aber macht nix, wir haben ja Zeit. Nun sind wir auf der richtigen Seite angekommen, kein Camp-Besitzer in Sicht, also gehe ich an die Bar vor Ort und frage nach. Es heißt, mach die Kette auf und such die einen Platz, der kommt schon. Wir suchen uns mal wieder den besten Platz aus, es ist ja noch früh, und machen es uns bequem. Irgendwann trudelt auch der Betreiber ein, ein älterer, gemütlicher und extrem entspannter Typ. Er sagt, er hätte uns eben schon auf der anderen Seite gesehen aber alle würden den Weg zu ihm finden...Ich mache mal eben den Papierkram klar und dann wird entspannt. Heute Abend grillen wir mal wieder und haben sehr angenehme Temperaturen. Morgen wollen wir den Fluss mit dem Kajak erkunden um am Ende die Wasserfälle zu bestaunen. Nach einer relativ ruhigen Nacht wird erst einmal gefrühstückt, das Kajak klar gemacht und dann geht es auch schon los. Wie immer ist es ca. 10:00 Uhr und das ist auch gut so, denn nebenan ist ein Camp für Kajakfahrer, die mit relativ großen Gruppen auf dem Wasser unterwegs sind. Dort wird aber erst später gestartet. Es dauert mal wieder ein wenig bis wir mit dem Rudern in Einklang kommen, was mich nervt und zickig werden lässt. Aber wie immer legt sich das auch wieder. Wir kommen gut bis zum Wasserfall durch, die Felsen zu umrunden bzw. dazwischen durch zu rudern ist ganz schön tricky. Also muss Markus rudern und ich mach den Navigator, da ich vorne sitze. Die Fahrt hat sich gelohnt und den Wasserfall aus dem Kajak aus zu sehen ist wunderschön. Natürlich ist dieser nicht so imposant wie die an den "Plitvicer Seen" aber allemal sehr schön. Nach dem Genießen starten wir die Rückfahrt und siehe da, jetzt klappt es schon viel besser. Wieder an Land, wir haben uns bis ganz vorne getraut, wo ebenfalls kleine Wasserfälle abgehen, konnten wir direkt vor unserem "Haus" aussteigen. Das Kajak machen wir wieder fit und lassen es trocknen, damit später alles wieder verpackt werden kann. Das Wetter ist heute wieder ausgesprochen gut und somit ist für den Rest des Tages chillen im Liegestuhl angesagt. Gegen Abend werden noch ein paar schöne Fotos produziert, hat mich auch einige Mückenstiche gekostet, aber ich denke, es hat sich gelohnt.

 

Neuer Tag, neues Glück......wir sind froh, gestern schon die meisten Sachen eingepackt zu haben, denn es regnet heute Morgen in Strömen. Unseren Kaffee trinken wir deshalb auf der überdachten Terrasse des Campingplatzes. Kurzum sind wir eingepackt und starten mal vor 10:00 Uhr. Den ersten Stopp machen wir in "Zadar", nein die Altstadt ist noch nicht auf dem Programm, dafür aber ein Einkauf bei dem wir ganz schön nass werden auf dem Weg zum Auto. Anschließend geht es los Richtung "Pag". Die Fahrt gestaltet sich relativ eintönig bei dem schlechten Wetter aber gegen Mittag entscheidet sich die Sonne, doch rauszukommen. Trotzdem ist es heute um einiges kühler als in den letzten Tagen und es soll auch so bleiben. Gut, wir haben schließlich auch Ende September. Ein relativ starker Wind begleitet uns heute auch. "Pag Stadt" lassen wir heute mal aus und fahren weiter in die karge Berglandschaft und irgendwie wird der Wind richtig unangenehm. Als wir die große Brücke erreichen ist mir persönlich schon echt mulmig, denn der Seitenwind hat es echt in sich! Auch Markus hat vorsichtshalber beide Hände am Lenkrad und bringt mich sicher auf die andere Seite. Zugegebenermaßen fühlen wir uns beide etwas mitgenommen und sind froh den angepeilten Camingplatz "Simuni" zu erreichen. Aussteigen und an der Rezeption Infos einholen ist das übliche Spielchen, da der Platz aber sehr groß ist, müssen wir eine Wanderung starten, die nach unserer Erfahrung locker eine gute Stunde in Anspruch nimmt. Erster Weg.....ab ins Auto und ne lange Bux und Turnschuhe an, weil, es ist auf einmal echt arschkalt. Der Platz ist riesig und hat eine hauseigene Amüsiermeile mit Restaurants, Bar's, Supermarkt etc. Wir finden einen guten Stellplatz mit Blick auf das Meer und richten uns ein, heute allerdings nicht sehr lange draußen. Da ich eh eine ziemliche Frierhippe bin, mach ich mich als erste ins Auto, bewaffnet mit langer Jogginghose, Strickjacke und Kuschelsocken...ich komm mir gerade vor, wie im tiefsten Herbst. Die Begeisterung hält sich echt in Grenzen und der Abend wird kurzum im Wagen verbracht. Wir machen schnell Abendessen und zocken noch eine Runde "Kniffel". Für heute reicht es dann auch. Über Nacht windet es immer noch ganz schön stark aber heute Morgen ist es schon etwas besser und die Sonne ist auch da. Die Aussicht beim Kaffee ist wunderschön und gleich werden wir uns mal ein wenig umschauen und den Strand inspizieren. Wir sind froh, in der Nachsaison hier zu sein, somit ist es angenehm ruhig. In der Hauptsaison muss hier die Hölle los sein, da hätte ich keinen Bock drauf. Irgendwie ist dieser Platz wie eine Stadt für sich. Aber der Strand hier ist super. Wir machen heute ruhig und schaffen unsere Stühle an den Strand, die Temperaturen sind inzwischen wieder angenehm, so dass es sich ganz gut in kurzer Hose und Shirt aushalten lässt. Ein Bierchen, Schafskäse und Oliven und alles ist perfekt. So kann man es aushalten, einfach leben und genießen. Auch heute wird nicht gegrillt sondern gekocht und der Abend gemütlich im Wagen verbracht. Nach einer ruhigen Nacht ist es heute Morgen wieder angenehm warm und fast windstill, so dass der Kaffee gut draußen mit Blick aufs Meer genossen werden kann, herrlich. Wir frühstücken in Ruhe und starten durch, um die andere Seite des Platzes mit dem Strand zu erkunden. Es ist wirklich wunderschön und wir chillen unterwegs immer wieder auf den Sonnenliegen und genießen die Aussicht. Der Nachmittag verläuft, wie gestern, sehr gemütlich am Strand und wir kommen mit anderen Gästen ins Gespräch. Die klären uns gerade über den starken Wind Namens "Bora" auf, der auch schon einmal Autos umwerfen kann und in Kroatien regelmäßig auftritt. Mir entgleiten gerade sämtliche Gesichtszüge.....die Brücke war später tatsächlich gesperrt und die beiden haben mit einigen anderen Campern die Nacht auf dem Parkplatz vor der Brücke verbracht. Holla die Waldfee, an den "Bora" haben wir gar nicht gedacht, weil man uns sagte, daß der im Frühjahr auftritt. Na ja, man lernt nie aus aber jetzt soll er vorbei sein. Gut so, denn morgen wollen wir wieder weiter.

 

Wieder ist ein Abschnitt beendet und heute geht es nach "Zadar"! Ich habe schon viel von der Altstadt gehört und möchte sie natürlich unbedingt mitnehmen. Allzu lange sind wir nicht unterwegs und nehmen einen Stellplatz etwas außerhalb, da der Stadtcamping schon geschlossen hat. Den Bewertungen zu Folge soll der Stellplatz aber um Einiges besser sein. Uns macht das eh nix aus, da wir ja auf 2 Rädern ebenfalls motorisiert sind und 7 km sind locker zu schaffen. Erst einmal den Platz begutachten, den Wagen grob waschen und dann starten wir durch ins Städtchen. Zadar an sich ist schon relativ groß und halt wie jede Stadt aber die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, den kleine Gassen und dem Meer ist  wunderschön und wir können den Nachmittag echt genießen. Wir begutachten natürlich alles: Das römische Forum, die Kirche "Sv. Donat", die Kathedrale "Sv. Stosija" sowie "Sv.Marija". Wer nicht auf Kirchen und Kathedralen steht, der schaut halt nur von außen. Ein Franziskanerkloster gibt es auch noch. Man kann all das sehr leicht mit einem Rundgang abgrasen, auch einen Plan gibt es an der Touristeninfo. Der fünf Brunnen Platz, der alte Hafen "Fosa", das verzierte Landtor (früher einziger Zugang zur Stadt) und das Seetor (zum Gedenken an die Seeschlacht bei Lepanto) sind wunderschön anzusehen. Die eigentliche "Attraktion" ist allerdings die "Meeresorgel" und der "Gruß an die Sonne", wohl einzigartig......Diese beiden Sehenswürdigkeiten liegen an der Südwestspitze ser Altstadthalbinsel, wo das Meerwasser eingefangen von Röhren und Orgelpfeifen interessante Töne abgibt, immer wieder neue "Symphonien".  Der "Gruß" besteht komplett aus Glasplatten und spiegelt den Sonnenuntergang. Zum Abschluss wird noch etwas gegessen und der Tag abgerundet. Zufrieden geht es zum Platz und der Tag nimmt gemütlich sein Ende. heute geht es wieder weiter, bevor wir starten muss ich aber noch meine Entdeckung ernten. Überall am Platz gibt es Randbeete und diese sind mit Tomaten bestückt, natürlich muss ich die pflücken..... es sieht nicht so aus, als würden die geerntet, deshalb kommen sie jetzt in unseren Salat!! Nach erfolgreicher Ernte starten wir wieder durch:

 

Nun bricht leider schon unsere letzte Woche Urlaub an. Das Wetter spielt mit und ist fantastisch, inzwischen etwas kühler aber das ist nicht schlimm. Unser Ziel ist heute "Krk" und wir genießen die Fahrt der Küstenstraße, die übrigens zum Motarradfahren auch absolut prädestiniert ist. Beim nächsten Mal....Ein paar Mal halten wir, um die Aussicht zu genießen oder kurz Campingplätze zu inspizieren, vielleicht tut sich ja noch was Schönes auf um einen Zwischenstopp einzulegen. Leider klappt das nicht und die Brücke nach "Krk" liegt hinter uns. Wir wollen auf den Campingplatz????????????, ein 5 Sterne Platz und wahrscheinlich genau so groß wie der letzte, bin mal gespannt. Die Platzsuche gestaltet sich auch hier wieder schwierig aber wir werden fündig und sind zufrieden. Die nächsten 3 Tage machen wir hier sozusagen unseren Urlaubsabschluss. Jetzt chillen wir erst einmal und nutzen das sehr moderne Waschhaus. Leider sind die Duschen nur pipiläu und das geht für mich so gar nicht, bei 30° vielleicht kein Problem, aber jetzt sollte die schon heiß sein und ein gescheiter Duschstrahl wäre auch nicht schlecht. Der Platz ist top und seine 5 Sterne wert aber für die Duschen trifft das leider nicht zu. Heute Abend wird wieder gegrillt und es ist sehr gemütlich. Nach einer Runde "Kniffel" gehen wir schlafen und freuen uns auf den neuen Tag. Heute Morgen schauen wir uns mal wieder um und stellen fest das es auch hier alles gibt, Kosmetiksalon, kleine Lädchen, Supermarkt, Bäcker, Restaurant.......wir haben von einem Trampelpfad gehört, der am Wasser entlang nach "Krk" in die Altstadt führt und gehen auf die Suche. Isa's Spürnase findet den auch recht schnell und los geht es. Heute ist das Wetter wieder Bombe und der Spaziergang mach richtig Spaß. Im Ort angekommen erkunden wir diese schöne kleine Stadt und sind begeistert. Da es schon nach 12:00 ist, folgen wir einem kleinen Schild, auf dem Secret Garden steht und landen in einer netten Location wo wir uns ein leckeres Bier gönnen. Anschließend geht es wieder zurück um ein wenig zu chillen. Am frühen Abend geht es unter die tolle Dusche und wir machen uns ausgehfein. Da wir noch einmal ins Städtchen wollen um essen zu gehen und das natürlich über den Pfad, bewaffnen wir uns mit Handy und "Hirnbirn". Im Moment ist es zwar noch hell aber auf dem Rückweg im Dunklen könnte es abenteuerlich werden. Wir suchen den Tipp unseres Nachbarn auf und hoffen auf einen Platz im "Mali Nono", der Laden ist echt gut besucht aber wir haben Glück und ergattern ein Plätzchen. Das Essen ist super und der Hauswein auch... jetzt noch einen Spaziergang durch die kleinen Gassen und dann mit "Hirnbirn" zurück zum Camper. Den Trampelpfad meistern wir mit Bravur und fallen müde und satt ins Bett. Der letzte Tag hier ist angebrochen und wir lassen es gemütlich angehen, denn der Alltag ist schon wieder greifbar. Nach unserem gemütlichen Frühstück gehen wir wieder ein wenig spazieren und machen es uns gegen Mittag in der Bar unten am Meer gemütlich. Mit Bierchen und Gin Tonic genießen wir den Nachmittag und lassen den Abend in der Pizzeria am Platz ausklingen. Auch dieses Abendessen ist sehr gut und wir gehen entspannt in die Betten.

 

Leider ist heute die endgültige Fahrt Richtung Heimat angesagt. Es geht nach Österreich auf unseren Campingplatz beim Sepp, den wir immer für unsere Motoradwoche im Juni anfahren. Die Fahr dorthin ist unspektakulär und von ein bisschen Wehmut begleitet, weil die schöne Zeit nun langsam zu Ende geht. Nichts desto trotz freuen wir uns auf "Kötschach". Am Nachmittag dort angekommen werden wir herzlich von unserem "Sonnenschein Dani" empfangen und alles läuft, wie gewohnt, am Schnürchen. Es ist kalt und an draußen sitzen ist nicht zu denken. Also geht es erst einmal ins Waschhaus für eine gescheite Dusche und glaubt mir, dass ist ne geile, heiße Dusche hier! Anschließend rüber zur Pizzeria, der leider heute seinen letzten Tag hat um ab ca. morgen im Ruhestand zu sein. Der Abend ist richtig nett, wir haben viel Spaß mit Chefe und es wird irgendwie 1:00 Uhr bis wir ins Bett finden. Da einige Grappas den Weg in unseren Körper gefunden haben ist das mit dem Schlafen kein Problem.

 

Heute Morgen überlegen wir kurz, ob es sich lohnt, doch noch einen Tag hier in Österreich zu verbringen, entscheiden uns aber dagegen und treten den Heimweg an. Gegen Mittag wird das Wetter schlechter und es regnet beständig also war es die richtige Entscheidung gen Heimat zu fahren. Wir schaffen es bis Kitzingen und finden einen Stellplatz in einem kleinen Örtchen direkt am Main. Leider ist es extrem ungemütlich und unentspannt draußen sitzen möchten wir nicht! Da es schon relativ spät ist, kehren wir im anliegenden Gasthof ein und lassen es uns mit dortiger Hausmannskost gut schmecken. Noch ein Schnäpschen zum Abschluss und das Urlaubsende ist eingeläutet......nach wie vor ist es sehr ungemütlich und wir gehen früh schlafen, natürlich mit Heizung, damit es über Nacht schön muckelig ist. Früh wieder wach, wird schnell eine Katzenwäsche gestartet und los geht's. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir die Heimat und geben uns direkt ans Aufräumen und Waschen usw., somit ist der morgige Tag noch zum Entspannen und eingewöhnen.

 

Und wieder ist eine schöne Reise beendet aber......nach der Reise ist vor der Reise!!!